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Unwetter über der Region Zugunfall in Großenkneten durch Sturmtief „Nils“

30.11.2015, 10:59 Uhr

Großenkneten/Landkreis Oldenburg. Großeinsatz für Feuerwehr und Rettungsdienst: Infolge des Sturmtiefs „Nils“ ist am Sonntagabend ein Regionalzug in Großenkneten gegen einen umgestürzten Baum geprallt.

„Gegen 21 Uhr kollidierte ein Zug der NordWestBahn am Sonntagabend in Großenkneten mit einem Baum, der auf die Bahngleise gestürzt war“, berichtet Tanja Konegen-Peters, Sprecherin der Kreisfeuerwehr. Dabei wurde der Zugführer verletzt und musste in ein Krankenhaus gebracht werden.

Um 21.09 Uhr rückten die Freiwilligen Feuerwehren Ahlhorn, Großenkneten, Huntlosen und Sage sowie das THW Hude-Bookholzberg an die Bahnstrecke aus. „Hinzu kamen zahlreiche Rettungswagen, da anfangs nicht feststand, ob weitere Personen verletzt wurden“, sagt die Sprecherin.

Zunächst wurde in Erwägung gezogen, den Zug noch am Unfallort, nördlich von Großenkneten zu evakuieren, doch nach Absprache mit dem Bahnmanager, der sofort zum Einsatzort geeilt war, entschied man sich dann doch dagegen, sagte Konegen-Peters.

152 Fahrgäste im Zug

Ein Ersatzzugführer wurde zur Unfallstelle beordert. Er fuhr die Bahn dann zurück in den Bahnhof Großenkneten, wo die 152 Zugpassagiere die Bahn verlassen konnten und mit Ersatzbussen transportiert wurden. Laut Bundespolizei wurde der Zug bei der Kollision im Bereich der Frontscheibe und der Frontschürze beschädigt. Die Bahnstrecke war bis 22.47 Uhr voll gesperrt. Mehrere Züge fielen laut Bundespolizei aus, es kam zu insgesamt 71 Minuten Verspätung.

Einsätze in Hude, Wardenburg und Ahlhorn

Das Sturmtief, das am Sonntagabend über den Nordwesten hinweg gezogen ist, hat auch in Hude für einen Feuerwehreinsatz gesorgt.

Ein großer Ast war durch den Wind auf die Straße Schaftrift gestürzt und blockierte die Fahrbahn. Aufgrund dessen wurde die Freiwillige Feuerwehr Hude um 21.01 Uhr über Melder alarmiert.

14 Einsatzkräfte rückten kurz nach der Alarmierung mit drei Fahrzeugen aus, um den großen Ast einer Kiefer von der Fahrbahn zu holen.

Die Kameraden konnten den Ast mit Muskelkraft von der Straße ziehen, eine Säge musste nicht eingesetzt werden.

Nach rund einer halben Stunde war der Einsatz wieder beendet.

Auch in Wardenburg und Ahlhorn war die Feuerwehr im Einsatz, weil Bäume umgestürzt waren.

Insgesamt mussten die Einsatzkräfte in Norddeutschland mehr als 300 Mal wegen des Sturms ausrücken.