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Veranstaltungen zum Volkstrauertag Ganderkeseer gedenken der Opfer von Krieg und Gewalt

Von Dirk Hamm | 13.11.2016, 17:52 Uhr

An mehreren Orten in der Gemeinde Ganderkesee ist am Volkstrauertag der Opfer von Krieg und Gewalt auf der ganzen Welt gedacht worden.

Während der zentralen Feierstunde am Sonntag im Rathaus schloss Bürgermeisterin Alice Gerken in ihren Begrüßungsworten ausdrücklich die Flüchtlinge in das Gedenken mit ein, „die unfreiwillig und in größter Not ihre Heimat verlassen mussten“.

2016 sei kein gutes Jahr für den Frieden gewesen, merkte Gerken mit Verweis nicht nur auf die Kriege in Syrien und Irak, sondern auch auf die wachsende Uneinigkeit in der Europäischen Union und das Anwachsen des Populismus in vielen Ländern an. Die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr sähen und erlebten bei Auslandseinsätzen die Folgen von Krieg und Vertreibung unmittelbar. „An sie und ihre Angehörigen sollten wir heute besonders denken“, sagte die Bürgermeisterin.

Erfahrungen aus der Vergangenheit weitertragen

Die Ansprache zum Volkstrauertag übernahm in diesem Jahr Gemeindebrandmeister Horst-Dieter Meyer. Er erinnerte an die „tiefe Wunde, die die beiden Weltkriege in die Seele Europas gerissen haben“. Angesichts der immer wieder leidvollen Geschichte Europas sei es nicht selbstverständlich, dass die Deutschen seit 70 Jahren in Frieden leben und breiten Wohlstand entwickeln konnten. Es bestehe deshalb eine Pflicht, die Erfahrungen der Eltern und Großeltern, die aus der Vergangenheit gelernt haben, weiterzutragen.

Im Anschluss begaben sich rund 75 Teilnehmer auf den Fußweg zum nahen Ehrenmal und dann zum Soldatenfriedhof an der Ortskirche, wo Kränze niedergelegt wurden. Viele Menschen nahmen an den weiteren Gedenkveranstaltungen zum Volkstrauertag in Bergedorf, Bookholzberg, Bookhorn, Bürstel-Immer, Falkenburg, Havekost, Hohenböken, Hoyerswege, Hoykenkamp, Steinkimmen und Schönemoor sowie an weiteren Orten im Landkreis teil.