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Verkehr am Albertushof Tempo 30 soll Anwohner vor Rasern schützen

Von Tina Spiecker | 17.04.2015, 20:37 Uhr

Die Verkehrssituation vor dem Albertushofs ist dramatisch. Nun soll ein 30er Schild für mehr Sicherheit sorgen.

Rasende Autos, Motorräder und Quads, dazu eine 90-Grad-Kurve und unzureichende Straßenbeleuchtung: Die Verkehrssituation vor dem Albertushof gestaltete sich in der Vergangenheit zuweilen dramatisch. Besserung soll nun ein Tempo-30-Schild auf Groß Ippener Gebiet bringen.

Die Einrichtung, in der 70 Menschen mit geistiger Behinderung wohnen, liegt an der kommunalen Grenze Delmenhorst/Groß Ippener. Vielleicht, so Herwig Wöbse, Bürgermeister der Samtgemeinde Harpstedt, habe es deshalb länger gedauert, bis das Problem Politik und Gemeinde zum Handeln veranlasst hat. Er persönlich sei vor einem Jahr bei einem Besuch des Albertushofs darauf aufmerksam gemacht worden. Nun sei man froh, dass der Landkreis die Samtgemeinde mit dem Aufstellen des Schildes beauftragt hat. Auf der Gegenseite habe die Stadt Delmenhorst schon vor rund einem Jahr ein Schild errichtet. Nun habe auch Harpstedt nachgezogen, zeigte sich Einrichtungsleiter Carl-Georg Issing erfreut.

Auf Initiative von Bewohnern des Albertushofes und Anwohnerin Julia Ziehn hin, müssen Verkehrsteilnehmer nun vor der scharfen Kurve den Fuß vom Gas nehmen. „So schnell konnte man gar nicht vom Rad steigen, wie die Autos hier um die Kurve fuhren. Das hat uns oft Angst gemacht“, beschreibt Elvira Hahn, eine der Bewohnervertreterinnen des Albertushofs, die gefährliche Situation. Schließlich gebe es weder Fuß- noch Radweg. „Die Bewohner sind zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs. Je nach Grad ihrer Beeinträchtigung ist bei ihnen auch das Reaktionsvermögen vermindert“, macht auch Issing noch einmal die besondere Brisanz vor Ort deutlich.