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Verkehrskonzept für Ganderkesee Autoverkehr in Ganderkesee soll gezügelt werden

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 07.11.2017, 23:06 Uhr

Ein neues Konzept soll Entscheidungen zum Verkehr in der Gemeinde Ganderkesee erleichtern. Einzelne Vorschläge sind jetzt gründlich erörtert worden.

Die Bürger, die Politik und die Verwaltung der Gemeinde Ganderkesee bekommen für Entscheidungen zur Entschärfung von Verkehrsproblemen und für zukunftsträchtige Entscheidungen ein ausführliches Konzept an die Hand. Einzelvorschläge aus dem Entwurf sind am Dienstagabend im Rathaus noch einmal ausführlich mit rund 40 interessierten Bürgern diskutiert worden. Die Verwaltung und die Ratspolitiker im Saal wollen dafür sorgen, dass das Für und Wider auch dieser letzten Bürgerversammlung zum Thema Verkehrskonzept bedacht wird, wenn sich die Gemeinde das Konzept per Beschluss des Gemeinderats zueigen macht.

Streit zum Auftakt

Gleich zum Auftakt sorgten einige Anwohner des Trendelbuscher Wegs für Streit mit der Verwaltung und anderen Versammlungsbesuchern. Aus Sicht der Bürgerinitiative aus Schierbrok und Stenum, die mehr Entlastungen und Verkehrsberuhigungen auf ihrer Straße fordern, als im Konzeptentwurf des Fachbüros Schwerdhelm & Tjardes vorgesehen, sind drei Bürgerversammlungen, zwei Online-Befragungen und Einzelgespräche im Rathaus zu wenig für eine Bürgerbeteiligung, die diesen Namen verdient. Der Ratssaal wurde nach einigen heftigen Wortwechseln mit Versammlungsleiter Peter Meyer, dem Leiter des Fachbereichs Gemeindeentwicklung, und anderen Besuchern demonstrativ verlassen. Dabei hatten die Schierbroker und Stenumer noch Beifall erheischt mit dem Hinweis, es sei sehr spät zu dieser Versammlung eingeladen worden.

Nein zur Südumgehung

Breiten Raum nahm noch einmal die Diskussion über das Für und Wider einer Südumgehung für Ganderkesee ein, die von Anwohnern der Straße Neddenhüsen eingefordert wird. „Ich kann der Gemeinde nicht empfehlen, viel Geld für eine neue Straße auszugeben, deren entlastende Wirkung im Ortskern nicht zu sehen und zu hören sein wird“, betonte Rainer Schwerdhelm.

Trecker sollen Ganderkesee umfahren

Die zahlreichen Vorschläge zielen laut Fachbüro-Mitarbeiter Fabian Roelcke darauf ab, Anreize zum Stehenlassen des Autos zu geben, wo immer das geht. Unvermeidlicher Verkehr von Lastwagen soll besser in die Gewerbegebiete geleitet werden. Und mit Landwirten soll besprochen werden, was getan werden kann, damit sie künftig häufiger mit ihren großen Fahrzeugen die stark belastete Ganderkeseer Ortsmitte über ländliche Wege und die Westtangente umfahren.