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Verkehrsprobleme in Ganderkesee Neddenhüsen bleibt trotz Mängeln Durchgangsstraße

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 27.04.2016, 23:37 Uhr

Im Rathaus hat sich die Einschätzung verfestigt, dass der Verkehr in Neddenhüsen unerträglich ist. Ein schnelles Durchfahrtverbot wurde dennoch verworfen.

Spätestens seit dem jüngsten Lokaltermin mit Anwohnern ist der Ausschuss für Straßen und Verkehr der Gemeinde Ganderkesee in Gänze davon überzeugt, dass die Verkehrsverhältnisse auf der Straße Neddenhüsen dringend verändert werden müssen. Für den Antrag der FDP, die Situation kurzfristig mit Schildern „Nur Anlieger frei“ zu entschärfen, gab es in der Sitzung am Mittwochabend dennoch keine Mehrheit.

Verwaltung warnt vor Folgen

CDU, SPD und Freie Wähler beherzigten einen warnenden Hinweis der Verwaltung: Niemand wisse, wie sich das Durchfahrtverbot für Anwohner der Wohngebiete am Marderweg und andere Verkehrsteilnehmer auf die Verkehrssituation im Bereich Mühlenstraße/Ring auswirken würde. „Man kann davon ausgehen, dass die Autofahrer den Weg durch die Ortsmitte nähmen“, so Fachbereichsleiter Peter Meyer.

Späte Verkehrszählung verteidigt

Die Grundlage für Veränderungen in Neddenhüsen soll der Verkehrsentwicklungsplan ergeben, der zurzeit ausgearbeitet wird. Erste Ergebnisse aus der Bestandsaufnahme mit Verkehrszählungen an allen wichtigen Ganderkeseer Straßen sollen laut Meyer noch vor der Sommerpause vorliegen und auf den Internetseiten der Gemeinde veröffentlicht werden. Er wies Kritik daran zurück, dass der Verkehr erst etliche Monate nach der Vergabe an ein Fachbüro gezählt wurde: „Vorher waren wichtige Straßen wie die Bundesstraßen 212 und 213 für Bauarbeiten gesperrt. Sie hätten uns zu Recht vorgeworfen, mit untauglichen Zahlen zu arbeiten“, stellte der Fachbereichsleiter klar.