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Verpächter Weyhausen bleibt hart Ganderkeseer Tennisverein vor ungewisser Zukunft

Von Dirk Hamm | 15.07.2017, 13:24 Uhr

Hinter der Zukunft des Ganderkeseer Tennisvereins (GTV) steht ein großes Fragezeichen: Carsten Weyhausen, Eigentümer der Tennisanlage am Schlutterweg, hält definitiv daran fest, den Pachtvertrag mit dem GTV am 31. Dezember 2018 auslaufen zu lassen.

Das hat ein klärendes Gespräch am Donnerstagabend zwischen der Vereinsspitze und dem Verpächter ergeben. Wie es mit dem Spielbetrieb des Tennisvereins ab 2019 weitergeht, ist derzeit noch völlig offen.

Spielbetrieb geht bis Ende 2018 unverändert weiter

Das Ergebnis des Gesprächs zwischen dem GTV und Weyhausen fasste der Vereinsvorsitzende Ralf Kotzott am Freitagmittag in einer kurzen Presseerklärung zusammen: „Es wurde einvernehmlich besprochen, dass es bei dem vertraglich vereinbarten Ende der Nutzungsmöglichkeit durch den GTV bleibt.“ Bis zum 31. Dezember 2018 gehe der Spielbetrieb auf den Tennisplätzen am Schlutterweg uneingeschränkt weiter, betonte Kotzott auf dk-Nachfrage.

Vereinsvorsitzender bleibt zuversichtlich

„Das ist weder der Tod noch eine Neugeburt des Vereins. Wir sind weiterhin im Spiel“, sagte der Vorsitzende. Von Pessimismus, gar einem drohenden Aus für den Tennissport in Ganderkesee, will der erst seit dem 30. März dieses Jahres amtierende Vereinschef ausdrücklich nichts wissen. Diese Zuversicht knüpft er an die Tatsache, dass „die Gemeinde mit ins Boot geholt“ worden sei. „In Abstimmung mit der Gemeinde Ganderkesee werden in der nächsten Zeit weitere mögliche Alternativen erörtert, um den Spielbetrieb nach Vertragsablauf, gegebenenfalls an anderer Stelle, fortsetzen zu können“, heißt es dazu in der Mitteilung des Vereins.

Eventuell Verbleib auf jetziger Anlage

Auch eine weitere Nutzung der bisherigen Tennisanlage des Vereins ist laut Ralf Kotzott denkbar. Verpächter Carsten Weyhausen hatte vor drei Wochen gegenüber dem dk erklärt, das Grundstück einschließlich der Gebäude an einen neuen Eigentümer übergeben zu wollen. Noch wisse er nicht, wer der neue Eigentümer sein wird, sagte Kotzott.

Kotzott: Keine Verletzung vertraglicher Pflichten

Weyhausen nannte auf Nachfrage als Grund für das Ende des Vertragsverhältnisses, „dass der Verein seinen finanziellen Verpflichtungen seit Jahren nicht nachkommt“. 2016 hatte der GTV Insolvenz beantragt, zuletzt war die Krise seitens des Vereins für überwunden erklärt worden. Der Kommentar Kotzotts zu Weyhausens Vorwurf der Pflichtverletzung: „Was vor dem 30. März 2017 war, kann ich nicht sagen. In diesem Jahr sind wir unseren Verpflichtungen definitiv nachgekommen.“