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Versorger für Baugebiet Bargup geplant „Neuer Markt hat keinen Einfluss auf Edeka in Schierbrok“

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 18.01.2017, 08:33 Uhr

Während die Schierbroker schon jetzt wegen des geplanten Versorgers im Bookholzberger Baugebiet Bargup um ihren Edeka-Markt bangen, sieht der Verein „Wir in Bookholzberg“ (WiB) keine Auswirkungen auf den Schierbroker Verbrauchermarkt. WiB-Chef Dietmar Mietrach betonte die Notwendigkeit eines „quartiersnahen SB-Marktes im Baugebiet Bargup“ für die Bürger in Bookholzberg-Nord.

„Ein Nahversorger für Bookholzberg-Nord im neuen Baugebiet Bargup würde keinen Einfluss auf den Markt in Schierbrok ausüben.“ Das glaubt Dietmar Mietrach, Vorsitzender des Vereins „Wir in Bookholzberg“ (WiB). Damit reagiert er auf die Befürchtungen des Orts- und Heimatvereins Schierbrok-Stenum, die Existenz des Edeka-Marktes Boekhoff in Schierbrok sei aufgrund der künftigen Konkurrenzsituation gefährdet.

Gutachten: Fünf Prozent der Kunden aus Bookholzberg

Mietrach verweist auf das im Auftrag der Gemeinde überarbeitete Einzelhandelkonzept, wobei die Gutachterin auch die Auswirkung auf den Versorger am Schierbroker Mühlenweg mit berücksichtigt habe. „Zählungen ergaben, dass nur circa fünf Prozent der Kunden aus Bookholzberg kamen“, so der WiB-Vorsitzende. Außerdem zitiert er die Empfehlung für Bargup: „Die geplante Ansiedlung eines zusätzlichen SB-Marktes sei unbedingt zu befürworten.“

Markt von Bookholzbergern schon immer gewünscht

Mietrach begrüßt die Aufstellung des Bebauungsplanes Bargup zwischen Bahnlinie und Nutzhorner Straße mit Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie einer Kindertagesstätte. Zum Thema Verbrauchermarkt betont er, gerade die Ansiedlung eines Selbstbedienungsmarktes werde von den Bürgern in Bookholzberg „unten“, wie es vor Ort heißt, schon immer gewünscht. Für die Bevölkerung sei zurzeit keine quartiersnahe Versorgung vorhanden.

Kritik vom Orts- und Heimatverein

Hans-Jürgen Hespe, Vorsitzender des Orts- und Heimatvereins, kann zwar die Bookholzberger verstehen, wenn ein Verbrauchermarkt in der Nähe sei, sagte er gegenüber dem dk. Er spreche allerdings für die Schierbroker und die Stenumer. Genau wie der stellvertretende Vereinsvorsitzende Bernd-Dieter Alfs, der sich vor Kurzem öffentlich geäußert hatte, sieht Hespe eine Gefährdung des Edeka-Marktes, zumal der künftige Nahversorger im neuen Baugebiet das gleiche Sortiment haben werde wie der Markt in Schierbrok. Würde der Boekhoff-Markt seine Pforten schließen, gebe es zur Versorgung nur noch den Kiosk von Frank Klusmann und die Apotheke, so der Ortsvereinschef. Im Übrigen befürchtet er, dass künftig nicht nur Kunden aus Bookholzberg, sondern auch aus Rethorn wegblieben.