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Verwertung alter Speisereste In Holle-Neuenwege Spatenstich für Abfall-Recycler

Von Anna-Lena Sachs, Anna-Lena Sachs | 22.09.2016, 21:27 Uhr

Der Bagger steht in den Startlöchern, die Arbeiter warten auf den symbolischen Spatenstich: Der Bau des neuen Betriebsgeländes der Firma Refood hat in Holle-Neuenwege (Gemeinde Hude) begonnen. Küchenabfall, Speisereste und gebrauchtes Frittierfett werden ab Spätsommer 2017 wieder verwertet.

Durch den ersten Spatenstich am Donnerstagnachmittag wurde im Gewerbegebiet Holler-Neuenwege der Baubeginn der neuen Niederlassung markiert. Somit gibt das Unternehmen sein ursprüngliches Betriebsgelände in Altmoorhausen auf und zieht im kommenden Jahr samt der rund 75 Mitarbeiter in das neue Gewerbe- und Industriegebiet. „Wir sind froh, dass wir das Unternehmen in Hude halten konnten und unsere langjährige, gute Partnerschaft in Zukunft fortsetzen werden“, so der Bürgermeister des Klosterortes, Holger Lebedinzew.

Verwertung von Lebensmittelresten

Die Firma Refood setzt auf die ökologische Verwertung von Lebensmittelresten aus Gastronomie, Handel und Industrie. Dabei werden die Reststoffe von über 70.000 Kunden als nachhaltiger Rohstoff in Biogasanlagen verwendet und erzeugen somit Strom und Wärme. Das Unternehmen betreibt zwölf Biogasanlagen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Dadurch wird Strom für über 75.000 Haushalte gewonnen.

„Rasant entwickelt“

„Wir haben uns rasant entwickelt am Standort Altmoorhausen“, so Markus Seidler, Prokurist und Bereichsleiter von Refood, denn seit 2007 habe sich die Mitarbeiteranzahl sowie das Produktionsvolumen verdreifacht. Somit ist das bisherige 5000 Quadratmeter Grundstück in Altmoorhausen schnell zu klein geworden. Mit rund 28.6000 Quadratmeter bietet der neue Standort ein Betriebsgelände, das fast fünf Mal so groß ist. Das bietet Platz für Produktionshallen, Verwaltungsgebäude und Sozialräume.

„Hervorragende Standortbedingungen“

Seit 2015 wird im Industrie-und Gewerbegebiet Holler-Neuenwege gebaut. Refood soll nun die dritte Firma in dem ansonsten ausverkauften Gebiet kurz vor Oldenburg werden. „Das ist ein 1a-Industrie-und Gewerbegebiet direkt an der Autobahn“, so Lebedinzew beim Spatenstich. Die Autobahnanbindung war auch ausschlaggebend für den Umzug der Firma.

„Das Grundstück bietet uns hervorragende Standortbedingungen“, sagte Seidler. Dabei ist es auch praktisch für die Mitarbeiter: Sie haben trotz des Umzuges keinen erheblich weiteren Arbeitsweg. „Wir wollen in unserer Gemeinde Arbeitsplätze haben“, so der Bürgermeister, der Arbeiten und Leben in einem Ort möglich machen möchte.

Das ursprüngliche Betriebsgelände in Altmoorhausen wird voraussichtlich an eine Tochterfirma von Refood übergehen.