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Viele Spenden eingegangen Kleiderstube für Bedürftige in Bookholzberg eröffnet

Von Thomas Breuer | 04.03.2016, 19:09 Uhr

Für kleines Geld ist an der Stedinger Straße 5 in Bookholzberg montags und freitags Secondhandkleidung zu haben. Weitere Spenden sind ebenfalls gern gesehen.

Die wachsende Zahl von Flüchtlingen war letztlich ausschlaggebend für das neue Angebot, grundsätzlich aber soll die Kleiderstube an der Stedinger Straße 5 (links neben dem Jugendzentrum Kaffeepott) allen Bedürftigen zugutekommen. Das zu betonen ist der Gemeinde Ganderkesee wichtig. Sie ist Betreiberin der ersten Bookholzberger Einrichtung dieser Art, die auf eine breite Unterstützung von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen bauen kann.

Zehn ehrenamtliche Frauen machen die Arbeit

Das jetzige Team aus zehn Frauen besteht fast ausnahmslos aus Angehörigen der evangelisch-methodistischen Kirche, die sich schon länger in der Flüchtlingshilfe engagieren wollten. Für die Koordination vor Ort ist Kerstin Röhl von der Verwaltung verantwortlich.

Sieglinde Jahn, zuständige Fachdienstleiterin in der Verwaltung, hofft, dass sich die Kleiderstube auf Dauer etablieren kann. „Zunächst muss sich das Angebot aber herumsprechen“, sagt sie. Wichtig ist ihr, dass die neue Einrichtung keine Konkurrenz zur Kleiderkammer der AWO am Brüninger Weg darstellen soll, sondern lediglich eine sinnvolle Ergänzung in Bookholzberg. Mit der Neueröffnung ist ein kurzzeitig bestehendes Angebot an der Rathausstraße endgültig hinfällig.

Für jedes Stück wird ein kleiner Obolus fällig

An Kleiderspenden ist bereits viel zusammengetragen worden, auch Textilien für Babys und Kleinkinder. Winterjacken und -schuhe für Erwachsene sind auch vorhanden, sommerliche Textilien liegen schon auf Vorrat bereit. Jeder Bedürftige, der etwas aus der Kleiderstube mitnehmen möchte, zahlt dafür einen kleinen Obolus von 30 Cent bis maximal vier Euro (etwa für eine gute Lederjacke). Das so erwirtschaftete Geld werde wieder in die Arbeit der Kleiderstube gesteckt. Der kleine Eigenbetrag der Nutzer sei sinnvoll, so Jahn, weil die Kleidungsstücke dann stärker wertgeschätzt würden.

Die Zahl der Flüchtlinge in Bookholzberg könnte bald zunehmen. In der Mobilbauhalle am Wellenhofsweg sind erst 20 von 75 Plätzen belegt.