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Vollsperrung in Hude Stückwerk bei Straßensanierung in Hude

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 15.07.2017, 10:56 Uhr

Die Straßensanierung blockiert die Vielstedter Straße Richtung Hude länger als erwartet. Die Kosten steigen. Der Unterbau muss stabilisiert werden.

Wenn’s läuft, dann läuft’s, aber es ist bisher nicht alles rundgelaufen auf der Baustelle Vielstedter Straße in Hude. Die Anfang Juli begonnene Straßensanierung ist nach ein paar Tagen unterbrochen worden, weil geklärt werden musste, wie mit unerwartet starken Schäden am Unterbau umgegangen werden soll. Als das geklärt war, spielte das Wetter nicht mit. Nach einer Woche Pause wird jetzt wieder voll gearbeitet.

Fräse deckt Schäden auf

Die Schäden am Unterbau sind beim Abfräsen der alten Deckschicht ans Tageslicht gekommen. Das hat den Sanierungsplan über den Haufen geworfen. Das hat Konsequenzen für den Verkehr in beiden Richtungen zwischen der Autobahn 28 und Steinkimmen/Kirchhatten und Hude.

Zweite Sperrung im Herbst

„Wir schaffen in den Sommerferien nur den Abschnitt vom Parkplatz Schwarzes Heck bis zur Nordenholzer Straße. Der zweite Abschnitt von der Nordenholzer Straße bis zum Ortseingang Hude wird in den Herbstferien saniert“, teilt Dieter Hahn vom Landkreis Oldenburg mit. Dafür muss die bedeutende Zufahrtstraße in den Kernort Hude noch einmal voll gesperrt werden.

Bloß kein Flickwerk

Bei Probebohrungen vor dem Beginn der Bauarbeiten seien die Schäden an der Tragschicht nicht erkennbar geworden, berichtet Amtsleiter Hahn. „Jetzt wollen wir kein Flickwerk machen. Die Straße wird fachgerecht saniert. Sie soll mindestens 15 Jahre halten und nicht nach vier Jahren wieder kaputt sein“, ergänzt er.

Gewebegitter als Stabilisator

Von der Tragschicht wurden zusätzliche zwei bis drei Zentimeter abgefräst. Über die zutage getretenen Querrisse wird ein stabilisierende s Gewebegitter gelegt, bevor die neue Deckschicht die Sanierung abschließt.

200.000 Euro Mehrkosten

Amtsleiter Hahn und auch die Fachleute auf der Baustelle gehen davon aus, dass schwere Lastwagen und landwirtschaftliche Fahrzeuge auch im Abschnitt zwischen der Nordenholzer Straße und dem Ortseingang nicht nur die Fahrbahn, sondern auch den Unterbau ruiniert haben. Deshalb geht Hahn jetzt davon aus, dass für die Sanierung des 4,8 Kilometer langen Straßenabschnitts statt 900.000 Euro 1,1 Millionen Euro bezahlt werden müssen. „Ist der Unterbau im zweiten Abschnitt wider Erwarten in besserem Zustand, kommen wir mit einer Million hin“, sagt Hahn. Das wäre genau der Betrag, den die Planer vorab kalkuliert hatten.