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Vorstand muss neu gewählt werden A.S.G. startet Hilferuf in Ganderkesee

Von Katja Butschbach | 16.01.2015, 14:16 Uhr

Der Arbeitskreis der Selbsthilfe- und Initiativgruppen sucht dringend einen neuen Vorstand – große Teile des bisherigen Führungsteams hören aus gesundheitlichen oder persönlichen Gründen auf. Der A.S.G. vertritt 3000 Personen.

Erster und zweiter Vorsitzender, Kassenwart und Schriftführer: Diese Posten sind beim Arbeitskreis der Selbsthilfe- und Initiativgruppen (A.S.G.) bei den Wahlen im März neu zu besetzen – aus verschiedenen Gründen stehen die bisherigen Vorstandsmitglieder nicht mehr zur Wahl.

Vieles hat der Vorstand schon versucht, um Nachfolger zu finden – bisher vergebens. So wurden Mitglieder aus den im A.S.G. organisierten Vereinen angesprochen, auch in der Jungen Pflege im Wohnpark am Fuchsberg hat Vorsitzende Doris Josquin gefragt.

Alter Vorstand bietet neuem Team Hilfe an

„Der alte Vorstand ist gerne bereit, den neuen zu begleiten“, sagt Josquin. Auch Fachdienstleiter Rainer Heinken aus dem Rathaus unterstütze die Arbeit. Im Mai feiert die Dachorganisation, die 3000 Personen aus 16 Mitgliedsgruppen vertritt, ihr 25. Jubiläum. Der Verein setzt sich für die Rechte von Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen ein. Ziel ist ein barrierefreies Ganderkesee.

„Wir haben viel und gute Arbeit gemacht“, sagt Josquin. „Es sollte weitergehen.“ Von außen werde die Situation in Ganderkesee oft positiv beurteilt, denn es sei viel erreicht worden. Das Hallenbad etwa wurde bei der Sanierung barrierefrei gestaltet, und auch die im SaunaHuus sei die Situation gut. Wenn heute etwas geplant werde, würden Mitglieder des A.S.G. kontaktiert.

Ratschläge des A.S.G. werden von Gemeinde angenommen

„Wir sind gut integriert in der Gemeinde, man nimmt unsere Ratschläge an und wahr“, so Josquin. Auch Irma Michel, Beisitzerin, erklärt: „Man kann in Ganderkesee was bewegen.“ Etwas zu erreichen und Anerkennung dafür zu bekommen, meint Josquin, sei etwas Schönes.

Findet sich kein neuer Vorstand, muss der alte vorübergehend weitermachen. Bleibt die Situation langfristig so bestehen, muss der A.S.G. aufgelöst werden – ein Szenario, das der aktuelle Vorstand unbedingt verhindern will.

Sprachrohr für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen

Es sei wichtig, so Josquin, dass Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen ein Sprachrohr haben. „Wir sind optimistisch“, meint Josquin, die nach neun Jahren als erste Vorsitzende mehr Zeit braucht, um sich um ihre Gesundheit zu kümmern. Thomas Franzki, derzeit kommissarischer Schriftführer, will sich mehr auf seine Diabetes-Selbsthilfegruppe konzentrieren.

Der A.S.G. trifft sich aktuell einmal im Monat zur Vorstandssitzung; alle zwei Monate gibt es eine Mitgliederversammlung. Gewählt wird für zwei Jahre. Die Dachorganisation kann für ihre Treffen das Rathaus nutzen.