Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Vortrag im Rathaus Ganderkesee Welche finanziellen Hilfen gibt es bei Handicaps?

Von Dirk Hamm | 26.05.2016, 15:27 Uhr

„Das Handicap und das liebe Geld“: Unter diesem Titel möchte der Arbeitskreis der Selbsthilfe- und Initiativgruppen der Gemeinde Ganderkesee (A.S.G.) in seiner offenen Vortragsveranstaltung am Dienstag, 31. Mai, im Rathaus Ganderkesee über die verschiedenen finanziellen Hilfen informieren, die Menschen mit einer Behinderung in Anspruch nehmen können.

Dazu hat der Arbeitskreis nach Angaben seiner zweiten Vorsitzenden, Inga Marbach, drei Referenten aus dem Niedersächsischen Landesamt für Soziales, Jugend und Familie - den Betroffenen oft unter dem alten Namen „Versorgungsamt“ vertraut – eingeladen. Der kostenfreie Vortrag beginnt um 19 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses.

„Ein Handicap ist schon Herausforderung genug, dass dazu meist noch finanzielle Probleme obendrauf kommen, ist vielen nicht bewusst“, gibt Marbach zu bedenken. Susanne Steffgen kennt dieses doppelte Handicap aus eigener Erfahrung. Die Ganderkeseerin ist auf den Rollstuhl angewiesen und lebt im Pflegeheim Am Fuchsberg. Mit ihrer Rente von mehr als 900 Euro sei es ihr nicht möglich, eine rollstuhlgerechte Wohnung zu finanzieren, erzählt Steffgen, zu wenig bleibe angesichts kräftig gestiegener Mieten zum Leben übrig. Umso wertvoller werden da die zahlreichen Hilfen und Ermäßigungen, die ihr bei Vorlage ihres Schwerbehindertenausweises zustehen.

Kostenloser Zutritt und Ermäßigungen in vielen Einrichtungen

So ermögliche der Ausweis, bundesweit öffentliche Nahverkehrsmittel kostenlos zu benutzen, auch eine Begleitperson könne mitfahren, ohne zu zahlen. Eine Preisermäßigung werde in vielen öffentlichen Einrichtungen und Freizeitstätten vom Kino bis zum Fußballstadion gewährt. Dennoch hakt es laut Steffgen noch an vielen Stellen, etwa wenn bei einem Zugausfall auf das Taxi zurückgegriffen und der Fahrtpreis vorgestreckt werden muss. Über die Möglichkeiten, die der Behindertenausweis eröffnet, den sogenannten Nachteilsausgleich, die Voraussetzungen bezüglich des Grades der Behinderung und viele Fragen mehr soll der Vortrag am 31. Mai Aufklärung bieten.

Zur besseren Planung bittet der A.S.G. um vorherige Anmeldung unter Telefon (04221) 8009497 oder per Mail an: info@asg-ganderkesee.de.