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Vortrag in Hude Wie die Wildbiene gerettet werden kann

Von Johannes Giewald, Johannes Giewald | 24.11.2016, 18:57 Uhr

Das Problem ist kein neues, aber es ist immer noch aktuell: Bienen sind wegen verschiedener Einflüsse von außen eine ernsthaft bedrohte Tierart. Ein Vortrag im Rathaus Hude soll am Dienstag, 29. November, ein Bewusstsein über die Gefahren für das Insekt schaffen und mögliche Handlungsempfehlungen für jeden einzelnen aufzeigen.

Biologe und Referent an diesem Tag Rolf Witt ist Experte für die verschiedenen Arten der Wildbiene, zu denen unter anderem auch Wespen und Hummeln gehören. Klimawandel, einwandernde Tierarten und die Intensivierung der Landwirtschaft stellen Gefahren für den Bestand der 31 Arten in Niedersachsen dar. In dem Vortrag soll es auch darum gehen, wie der einzelne Gartenbesitzer seinen Teil dazu beitragen kann, die Biene zu retten. Die Umweltschützer raten zu naturnahen Gärten mit einer vielfältigen Flora.

„Wildwespen sind auf besondere Vielfalt angewiesen, um zu überleben“, sagt Tomma Renker vom Nabu Hude, der die Veranstaltung ausrichtet. Kleinflächige Strukturen in Gärten rund ums Haus, die unterschiedlichen Gewächsen Platz bieten könnten, würde eine solche Vielfalt gewährleisten. „Nichts hat mehr Platz zum Wachsen“, klagt Hans Fingerhut vom Nabu Ganderkesee über die ausgedehnte Bebauung. Auch für Nistplätze hätten die Insekten kaum noch Platz.

Blühstreifen als Lösung für Flächennutzung

In Ganderkesee setzen sich die Naturfreunde seit längerer Zeit für Maßnahmen zum Schutz der Wildbienen ein. Die Veranstalter hoffen, auch Ratsvertreter an der Teilnahmen zum Vortrag bewegen zu können und wünschen sich mehr runde Tische mit Politik und Tierschützern sowie bienenfreundliche Flächennutzung. „In Konsens mit Landwirten versuchen wir, Blühstreifen an Maisfeldern durchzusetzen“, sagt Fingerhut.

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