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Vortrag vor Seniorenbeirat AOK informierte über Umgang mit Rheuma-Erkrankungen

Von Alexander Schnackenburg, Alexander Schnackenburg | 20.05.2016, 13:44 Uhr

Über die Symptome, Erscheinungsformen und Therapiemöglichkeiten von rheumatischen Erkrankungen informierte am Donnerstag Axel Günther, Pflegefachkraft der Krankenkasse AOK, im Alten Rathaus in Der Seniorenbeirat hatte zum Fachvortrag eingeladen.

Nicht nur, dass es eine Reihe unterschiedlicher Symptome für Rheuma gebe. Es handele sich zudem um einen Sammelbegriff, der 100 verschiedene Erkrankungen zusammenfasse. Entsprechend kompliziert falle zuweilen die Diagnose aus. Doch sie ist besonders wichtig: Denn je eher man die unheilbare Krankheit erkenne, desto eher lasse sie sich in ihrem Fortschreiten aufhalten. So sieht es Axel Günther, Pflegefachkraft der Krankenkasse AOK. Am Donnerstagabend informierte Günther im Alten Rathaus auf Einladung des Seniorenbeirats knapp 50 Zuhörer über Behandlungsmethoden von rheumatischen Erkrankungen.

Fachvortrag in Ganderkesee klärt über Risiken von Operationen auf

Wobei der Referent keinen Zweifel daran aufkommen ließ, dass die operativen Therapien von der Gelenkversteifung bis zur Entfernung der Gelenkhaut oder auch dem Gelenkersatz allesamt „sehr invasiv“ seien. Medikamentöse Therapien, etwa mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln , mit Immunsuppressiva wie Cortison oder mit Betäubungsmitteln wie Opioiden richteten sich allerdings nur gegen die Symptome rheumatischer Erkrankungen.

Rheuma-Patienten sollen Initiative ergreifen

Umso wichtiger sei es, dass der Patient mitdenke und seinerseits die Initiative ergreife, etwa im Rahmen seiner Möglichkeiten Sport treibe, eine Physio- oder eine Ergotherapie mache, sich in jedem Fall bewege. Auch helfe es, auf die Ernährung zu achten, beispielsweise auf Fleisch zu verzichten, das eine Säure enthalte, die Entzündungsprozesse fördere. Gut hingegen seien fettarme Milchprodukte, Fisch, vor allem aber pflanzliche Kost.

Rheuma betrifft ganzen Organismus

Günther charakterisierte rheumatische Krankheiten als solche, von denen der gesamte Organismus betroffen sei, obwohl sie auf den ersten Blick „nur“ den Bewegungsapparat beträfen. Eine „punktuelle Betrachtung“ sei daher nicht angemessen, ein gewissenhafter Arzt untersuche den Rheuma-Patienten nicht allein aufgrund von bildgebenden Verfahren und Blutwerten, sondern betrachte auch seinen Körper. Üblich sei in Deutschland, dass der Hausarzt die Basisuntersuchung leiste, um den Patienten anschließend an einen Rheumatologen – meist ein spezialisierter Internist – weiterzuleiten. Habe der Patient eine Arthrose, die immer noch häufig mit rheumatischen Erkrankungen verwechselt werde, so komme auch ein Orthopäde zur Behandlung in Frage.