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Wäschetrockner brennt Leitstelle schickt Huder Feuerwehr zu falschem Einsatzort

Von Thorsten Konkel | 26.10.2015, 11:07 Uhr

Obwohl die Großleitstelle die Feuerwehren aus Hude und Neuenkoop am späten Samstagabend um 22.24 Uhr über Melder und Sirene zunächst an den falschen Einsatzort alarmiert hat, konnten die Einsatzkräfte noch rechtzeitig einen brennenden Wäschetrockner löschen.

Der Wäschetrockner sollte in einem Holzhaus an der Königsberger Straße brennen, hieß es bei der Alarmierung.

Falsche Hausnummer

„Als die ersten Fahrzeuge aus Hude kurz darauf in der Königsberger Straße eintrafen, stellten sie fest, dass es die angegebene Hausnummer dort gar nicht gibt“, meldet die Sprecherin der Huder Gemeindefeuerwehr Tanja Konegen-Peters. Nach einer Rücksprache mit der Großleitstelle in Oldenburg stand fest, dass diese die Feuerwehren zum falschen Einsatzort geschickt hatte. Der Brandort befand sich an der Königstraße/Ecke Wilhelmstraße.

Löschangriff verzögert

„Die Huder Einsatzfahrzeuge kehrten sofort zum richtigen Einsatzort um. Als nächstes traf dann die Feuerwehr Neuenkoop ein, die zwar über Atemschutzgeräteträger verfügt, jedoch ebenfalls kein Wasser an Bord ihres Feuerwehrfahrzeugs hat“, berichtet Peters.

Nachdem dann das erste Fahrzeug aus Hude eintraf, das Wasser mit sich führt, konnte endlich mit den Löscharbeiten begonnen werden.

Rauchgase eingeatmet

Da eine Hausbewohnerin Rauchgase eingeatmet hatte, wurde zusätzlich ein Rettungswagen angefordert.

Nachdem das Feuer gelöscht war, konnte die Feuerwehr Neuenkoop wieder abrücken. Die Feuerwehr Hude übernahm die Aufräumarbeiten bis etwa 23.30 Uhr.

Wie hoch der Sachschaden ist, kann noch nicht beziffert werden.

Wäschetrockner war vermutlich defekt

Die vermutliche Brandursache: „Der Wäschetrockner steht auf einer Liste für Produktrückruf. Von 100.000 Geräten, die bis September 2014 verkauft wurden, hat es bereits bei 26 Trocknern Brände gegeben“, sagt Konegen-Peters.