Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Wahlen im Landkreis Oldenburg EU-Kandidat der CDU vermisst „klare Kante“ beim Brexit

Von Reiner Haase | 26.04.2019, 20:18 Uhr

Wardenburg/Landkreis Oldenburg. Die CDU im Landkreis Oldenburg bereitet sich auf die Europawahl im Mai vor. Auch die Bürgermeister-Wahl in Wardenburg im September ist ins Visier genommen.

Erst ein gutes Ergebnis bei der Europawahl am 26. Mai, dann ein Erfolg für Christoph Reents bei der Wahl eines neuen Bürgermeisters für Wardenburg: Mit diesen Zielen schaltet der CDU-Kreisverband Oldenburg-Land in den Wahlkampfmodus um. Dr. Stefan Gehrold, EU-Parlamentarier und Kandidat der CDU im Oldenburger Land, fütterte die hiesige Union in Wardenburg mit Informationen über die EU-Politik. Reents stellte sich und seine Ziele für Wardenburg vor. Er kandidiert als Parteiloser für den Chefposten im Wardenburger Rathaus, wird aber von der CDU unterstützt. Sein Motto: „Gestalten statt verwalten“.

„Klare Kante“ gefordert

Gehrold fordert die EU auf, künftig bei Problemen wie dem Brexit und der Finanzkrise in Griechenland „auch mal klare Kante“ zu zeigen. Der Brexit werde aufgrund der wirtschaftlichen Verflechtungen Nachteile für alle Beteiligten bringen, für das Vereinigte Königreich, aber insbesondere auch für Deutschland. Gehrold ging auch auf die Verschuldung der EU-Mitgliedsstaaten und die Folgen des starken Anstiegs der Zahl ein- und durchreisender Flüchtlinge und Migranten ein; Gehrold sprach von einer „Migrationskrise“.

Gehrolds Wahlerfolg fraglich

Der CDU-Kreisvorsitzende Dirk Vorlauf bedauerte, dass der im Saterland lebende Rechtsanwalt auf Platz fünf der Liste der niedersächsischen CDU gesetzt worden ist. Das werde wahrscheinlich nicht für den Einzug ins Europaparlament reichen.