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Waldentwicklung in Ganderkesee Junge Eichen ersetzen im Havekoster Sand Rotfichten

Von Dirk Hamm | 26.06.2016, 19:35 Uhr

Ganderkesee Aus einem reinen Nadelwald ist im Havekoster Sand ein Mischwald geworden. Die Aufwertung die Aufwertung gleicht den Bau einer Höchstspannungsleitung aus.

Gut zweieinhalb Meter Höhe haben sie bereits erreicht, die jungen Eichen, die Günter Westermann auf seiner Forstfläche im Havekoster Sand im April gepflanzt hat. 250 Bäume sollen im Lauf der Jahre zu einem kleinen Wald heranwachsen, wo einstmals Rotfichten einen dichten Bewuchs gebildet haben. Westermanns Anpflanzung ist Teil einer Kompensationsmaßnahme für die geplante ober- und unterirdische Verlegung der Höchstspannungsleitung zwischen Ganderkesee und Sankt Hülfe.

„Im Vorgriff auf den Bau der Leitung ist diese Kompensationsmaßnahme nach Gesprächen mit der Unteren Naturschutzbehörde vorgezogen worden“, erläuterte der CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzende am Freitag während einer Besichtigung der Ausgleichsfläche durch einige Ganderkeseer Parteikollegen. Die Kompensationsplanung sei durch die Planungsgruppe Landespflege in Hannover für den Netzbetreiber Tennet erstellt worden.

Im Havekoster Sand sei dabei auf einem Hektar Fläche ein Konzept weitestgehend umgesetzt worden, das von der Forstbetriebsgemeinschaft Oldenburg-Delmenhorst vor Jahren erarbeitet wurde. Günter Westermann, seit acht Jahren Vorsitzender der Gemeinschaft, hat die Kompensationsmaßnahme nach eigenen Angaben aus eigener Tasche bezahlt und rund 7500 Euro in die Anpflanzung investiert.

Fast alle der 250 Eichen seien angewachsen, berichtete Westermann. Um eine aufwendige Einzäunung zum Schutz gegen Verbiss zu vermeiden, habe er sich für die bereits 2,50 Meter hohen Jungbäume, die von mitwachsenden Pflegespiralen umhüllt sind, entschieden und sie in einem Abstand von fünf bis acht Metern gepflanzt. Der in den 1950er Jahren an dieser Stelle entstandene Rotfichtenbestand habe sich durch Rotfäulebefall und den Borkenkäfer gelichtet, so Westermann.

An einer anderen Stelle auf dem Grundstück hat der Landwirt weitere 750 Eichen, Birken und Ebereschen gepflanzt. In diesem Bereich wurden zudem die Dünen des Havekoster Sands freigelegt.