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Wallhecken in Ganderkesee Ganderkesee hat vielfältige Landschaft im Blick

Von Reiner Haase | 02.11.2015, 17:32 Uhr

Zahlreiche begrünte Ackerrandstreifen sind unter den Pflug gekommen. Ganderkesee arbeitet daran, die Arten- und Landschaftsvielfalt wieder zu bereichern.

Weggepflügte Wegeseitenränder sind zum wiederholten Mal ein Thema in der Ganderkeseer Ratspolitik. Morgen, Mittwoch, berät der Ausschuss für Landwirtschaft, Umwelt- und Klimaschutz über Möglichkeiten, die grünen Streifen besser in den Verbund der Biotope einzugliedern.

Neue Wallhecken und Baumreihen

Hecken und Baumreihen haben jahrhundertelang die Landschaft in der Gemeinde Ganderkesee gegliedert und die Artenvielfalt hoch gehalten. Mit der Intensivierung der Landwirtschaft sind etliche Grünstreifen „unter den Pflug gekommen“. Seit Jahren steuert die Gemeinde mit der Anlage neuer Wallhecken und dem Pflanzen von Baumreihen dagegen, wenn feststeht, dass an eigenen Wegen Grund der Gemeinde überackert worden ist. Beispiele aus dem letzten und diesem Jahr sind laut Verwaltung Neuanlagen und Pflanzungen im Raum Steinkimmen (Beim Angel, Tange, Ohlande und Zur Heide), Elmeloh (Kreuzweg) und Hoykenkamp (Hoykenkamper Weg).

Mit Anwohnern abgestimmt

Laut Verwaltung wurde stets mit den betroffenen Anliegern geredet, um die Belange der Landwirtschaft und der Jagd sowie Planungen für die Zukunft zu berücksichtigen. Vorgeschlagen wird, diesen Weg weiter zu gehen und dort im Sinne des Biotopverbunds tätig zu werden, wo die Streifen breit genug und die Aussichten auf Erfolg groß sind. Ein Antrag von CDU und Grünen, alle Wegeseitenränder zu vermessen und zu kartieren, wird von der Verwaltung als zu aufwändig und teuer eingestuft.

Auch Baumschutz ein Thema

Der Ausschuss für Landwirtschaft, Umwelt-und Klimaschutz tagt morgen, Mittwoch, ab 18 Uhr im Rathaus. Weitere Themen sind ein Bericht des Klimaschutzmanagers Lars Gremlowski, der Haushalt 2016 für den Fachbereich und der Schutz je eines Baumes in Stenum am Kehnmoorweg und in Rethorn am Birkenweg.