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Was wird aus der B212neu? Bundesverkehrswegeplan könnte Bookholzberger Pläne durchkreuzen

Von Alexander Schnackenburg, Alexander Schnackenburg | 15.03.2016, 14:02 Uhr

Der Ganderkeseer Bauamtsleiter Peter Meyer vermutet, dass der Bau der B 212 neu mit dem neuen Bundeswegeplan in weite Ferne rücken wird. Das erklärte er bei der Jahreshauptversammlung des Orts- und Heimatvereins Bookholzberg-Grüppenbühren.

Peter Meyer ist sehr gespannt auf den Mittwoch. Denn dann veröffentliche der Bund den neuen Bundesverkehrswegeplan, erläuterte der Bauamtsleiter Ganderkesees den Mitgliedern des Orts- und Heimatvereins Bookholzberg-Grüppenbühren am Montag in der Gaststätte Zur Linde.

Meyer hält es für denkbar, dass die „Bundesstraße 212 neu“ in dem neuen Plan nicht mehr unter der Rubrik „Vordringlicher Bedarf“, sondern nur noch unter „Weiterer Bedarf“ erscheinen werde. Ihr Bau, in welcher Form auch immer, rückte damit in weite Ferne – eine Nachricht, die unter den gut 35 Gästen, die zu dieser Jahreshauptversammlung erschienen waren, vor allem schwarzen Humor weckte: Man fragte sich, wer unter den Anwesenden den Bau der Straße noch erleben werde.

Bookholzberger Ortsdurchfahrt bekommt Querungshilfen

Aktuell beschäftigt die Bookholzberger vor allem die Umgestaltung ihrer Ortsdurchfahrt. Aktuell, so Meyer, arbeiten die Bauarbeiter an dem östlichen Radweg, dem der westliche Radweg und schließlich die Fahrbahn folgen werde. Letzte solle etwas breiter werden. Auch entstünden drei Querungshilfen – kleine Inseln in Mitten der Fahrbahn – für die Fußgänger: eine gegenüber dem Eiscafé, eine auf Höhe der Bäckerei Krützkamp und die dritte auf jener des Autohauses. Im Juli dieses Jahres, sagte Meyer, sollten die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Im April soll Erschließung des Baugebiets Bargup beginnen

Bereits in einem Monat, so der Bauamtsleiter weiter, wolle die Gemeinde mit der Erschließung des Baugebiets Bargup beginnen, das nicht zuletzt durch seine unmittelbare Bahnhofsnähe besteche. Dort seien vorrangig Einfamilienhäuser geplant, doch auch ein Lebensmittelmarkt. Zudem wolle die Gemeinde eine Verbindung des Neubaugebiets zur Rethorn herstellen. Schwierig, so Meyer, gestalte sich derzeit der Kauf eines angrenzenden Grundstücks von der Deutschen Bahn. Die Gemeinde benötige es, um einen Lärmschutzwall anzulegen. Allerdings fordere die Bahn einen unrealistischen Preis für das Areal.