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Weg frei für Rettungswache Huder Rat stimmt für Neubau im Ortszentrum

Von Kristina Müller | 21.09.2017, 23:53 Uhr

Jetzt ist es endgültig: Hude bekommt eine neue Rettungswache und Polizeistation. Das Minus von 55.000 Euro in 50 Jahren könnte sogar auf wenige hundert Euro reduziert werden.

 Lange wurde diskutiert, doch jetzt steht dem Bau einer neuen Rettungswache und Polizeistation in Hudes Zentrum – bis auf die Baugenehmigung – nichts mehr im Wege. Doch das stieß nicht bei allen Gemeinderatsmitgliedern auf Begeisterung: Nur etwas mehr als die Hälfte stimmte dafür.

„Das oberste Ziel ist es, den Standort der Rettungswache im Zentrum von Hude zu erhalten“, betonte Dirk Vorlauf (CDU) bei der Ratssitzung. Man habe versucht, Alternativmöglichkeiten zu schaffen. Da jedoch keine Verhandlungsbasis mehr mit dem DRK-Kreisverband bestehe, deren Rettungswache zu übernehmen, bleibe nur die Möglichkeit, eine neue zu bauen. So könnten außerdem weitere Interessen kombiniert werden wie der Umzug der Polizei in das neue Gebäude.

„Gespräche haben groteske Ausmaße genommen“

„Soweit ich weiß, hat die Polizei keinen Bedarf“, warf Karin Rohde (Grüne) ein. Außerdem sei das DRK bereit, seine Rettungswache zur Verfügung zu stellen. Kirsten Neuhaus (Grüne): „Konflikte kann man immer lösen.“ Außerdem werde von den Johannitern bereits eine gute Arbeit aus Pfahlhausen heraus geleistet, wo der Rettungsdienst derzeit in einer ehemaligen Flüchtlingsunterkunft untergebracht ist. Gespräche mit dem DRK habe es bereits mehrfach gegeben, sagte Bürgermeister Holger Lebedinzew. Diese hätten allerdings groteske Ausmaße genommen. Neben den Grünen stimmte auch die SPD gegen einen Neubau: „Wir bauen neben einer bereits vorhandenen Rettungswache. Fakt ist auch, dass das DRK Gespräche angeboten hat“, erinnerte Heiko Aschenbeck.

Die Kosten für den Neubau der Rettungswache belaufen sich auf 1,7 Millionen Euro. Bei einer auf 50 Jahre ausgelegten Modellrechnung ergab sich ein Fehlbetrag von 55.000 Euro. Nach Verhandlungen mit dem Landkreis kann dieser Betrag laut Lebendinzew auf 231 Euro schrumpfen, wenn durch Mietvorauszahlungen in Höhe von 300.000 Euro weniger Kredite aufgenommen werden müssten. „Wir können mit einem Neubau volle Hand auf der Rettungswache halten“, betonte der Bürgermeister. „Beim letzten Mal ist es kräftig schief gegangen, und das wollen wir nicht noch mal haben.“