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Weiteres Bauland wird vorbereitet Neues Baugebiet in Heide ist schon heiß begehrt

Von Thorsten Konkel | 24.08.2015, 21:36 Uhr

Überall in der Gemeinde Ganderkesee sind Grundstücke heiß begehrt. Auch außerhalb des Hauptorts hält der Flächendruck Bauwilliger an. Im Ort Ganderkesee könnte es bald zusätzlichen Baugrund geben.

Wo derzeit noch eine Wiese ist, wird bald ordentlich gebuddelt: „Bauen in Heide am Rande der Natur, aber nicht ab vom Schuss“, so wirbt die Bookholzberger Hafemann-Bauträger GmbH derzeit für ihr neues Baugebiet „Am Randgraben“, das nördlich der Schierbroker Straße und westlich „Am Remel“ liegt.

Schon ein Drittel verkauft

Dass der „Run“ Bauwilliger auf Grundstücke in der Gemeinde auch außerhalb des Hauptorts Ganderkesee ungebrochen ist, belegt die starke Nachfrage: „Rund ein Drittel der Bauplätze ist schon verkauft“, berichtete Heiko Hafemann am Montag auf dk-Nachfrage.

21 Grundstücke vorhanden

Auf den 21 Grundstücken in Größen von 700 bis 1061 Quadratmetern des jüngsten Neubaugebietes sollen Einfamilien- und Doppelhäuser entstehen. „Es werden wohl vier bis fünf Doppelhäuser werden“, blickte Hafemann voraus. Die sechs direkt an der Schierbroker Straße gelegenen Grundstücke seien dagegen für eine Bungalowbebauung geeignet, erklärte der Bauträger.

Lärmschutz soll Komfort erhöhen

Zur Schierbroker Straße hin und auch zum Bereich des Gewerbes in Richtung „Zum Brook“ sollen Lärmschutzwände den Wohnkomfort erhöhen.

„Vorgesehen sind Schutzwände, die ähnlich wie die Lösung für das Wohngebiet an der Urneburger Straße in Ganderkesee sind“, sagte er. Entlang der Schierbroker Straße soll ein Geh- und Radweg gebaut werden. Er führt von dort in die Erschließungsstraße, die künftig „Am Randgraben“ heißen wird.

Der Randgraben werde als Sackgasse erschlossen, lediglich der Rad- und Fußweg führe nördlich hinaus. „Damit sperren wir den Durchgangsverkehr aus“, nannte Hafemann einen Vorteil der Verkehrsführung.

Bookholzberg als Nächstes auf der Liste

Weil der Druck nach Bauland anhält, sollen in den Bauerschaften bald weitere Neubaugebiete auf den Weg gebracht werden. Laut Gemeindesprecher Hauke Gruhn ist zunächst Bookholzberg dran. „Das Baugebiet Bargup wird im nächsten Gemeindeentwicklungsausschuss am 24. September behandelt“, kündigte er an. Dann stehe der Entwurf eines Bebauungsplanes auf der Agenda. 70 bis 80 Einheiten könnten geschaffen werden, verriet Gruhn. Die Zusammenarbeit mit einem Investor sei bei der Entwicklung angedacht.

Neben Einfamilien- und Doppelhäusern sollten in Bargup auch Mehrfamilienhäuser entstehen. Ebenso sei ein Supermarkt vorgesehen.

Weiteres Gebiet in Falkenburg?

In Vorbereitung ist auch ein Bebauungsplan für Falkenburg. An der dortigen Orthstraße könnte ein kleineres Neubaugebiet mit zwölf bis 15 Grundstücken für Einfamilienhäuser entstehen.

Letzte Baureserven gebe es derzeit auch noch in Schönemoor (zwei Plätze) und in Havekost (drei bis vier Grundstücke).

Im Ort kaum noch Chancen

Fast keine Aussicht auf Grundbesitz haben Bauwillige derzeit im Ganderkeseer Ortsbereich. „Das Baugebiet Neddenhüsen ist voll und auch in Urneburg ist nahezu alles vergriffen“, sagte Gruhn.

Da allerdings auch im Ort die Nachfrage nach Bauland ungebrochen anhalte, sei zusätzliches innerörtliches Bauland im nördlichen Teil von Ganderkesee denkbar. Konkrete Beschlüsse lägen allerdings noch nicht vor.