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Werbung für die Fliegerei Flugplatz Ganderkesee veranstaltet 1. Kinderflugtag

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 11.07.2017, 08:24 Uhr

Am Ganderkeseer Flugplatz geht es weiter aufwärts. Das hat Flugplatzsprecher Jochen Klein am Montag anlässlich der Ankündigung des 1. Kinderflugtages am 10. September betont.

Acht Luftsportvereine mit rund 300 Piloten, Ballons, Tragschrauber und etwa 70 Flugzeuge sind inzwischen auf dem „Atlas Airfield“ beheimatet. „Gerade erst ist ein fünftes Charterflugzeug zu unserer Charterflotte hinzugekommen“, sagte Klein.

Flugplatz auf Erfolgskurs

Sogar Wartelisten mussten die Verantwortlichen bereits für ihre Hangarkunden auslegen. „Alle Stellplätze sind belegt“, berichtete Klein. Dabei war erst Ende 2015 der letzte von drei Hangar-Neubauten in Betrieb genommen worden. Und im August 2016 waren das Aerodrome und der Hangar-West übernommen worden. Als besondere Standortfaktoren, die für Ganderkesee sprechen würden, nannte Klein den ganzjährigen Hotelbetrieb sowie das umfangreiche Kraftstoffangebot für diverse Fluggeräte.

Damit der für die Gemeinde so wichtige Wirtschafts- und Tourismusmotor auch weiterhin auf hohen Touren läuft, bemüht sich das Team um Flugplatz-Geschäftsführer Ralf Sauer seit geraumer Zeit verstärkt um den fliegerischen Nachwuchs.

Nach der Aktion „Young Pilot Award“, für die noch bis zum 31. Juli Bewerbungen angenommen werden, haben die Flugenthusiasten nun eine noch jüngere Zielgruppe im Blick: „Fliegerei ist für viele Kinder ein spannendes Thema, doch fehlt ihnen der Zugang dazu“, sagte Klein. Diese Schwelle will Ideengeber Gert Siemberger, der ähnliche Aktionen aus Österreich kennt und selbst Flugschüler in Ganderkesee war, nun mit dem Kinderflugtag senken. Am Sonntag, 10. September, stellen Piloten anlässlich des „Fly-Ins“ kostenlos ihr fliegerisches Können und ihre Maschinen bereit, um Kindern im Alter von sieben bis zu 14 Jahren kostenlos einen halbstündigen Rundflug zu ermöglichen. „Bislang reichen die Kapazitäten für 17 Teilnehmer“, verriet Klein. Bei starker Nachfrage würden sich die Akteure aber um weitere Mitfluggelegenheiten bemühen, versprach er.

Kinderflugtag bei Erfolg regelmäßig im Programm

Denn, sollte der „Jungfernflug“ der neuen Veranstaltung erfolgreich sein, könnte die Aktion dauerhaft in den Eventkalender des Airfields aufgenommen werden, blickte Klein voraus. Normalerweise koste ein halbstündiger Rundflug 185 Euro, benannte Klein den Wert der Gratisaktion. Bewerben können sich Kinder um einem Platz in einer der Maschinen ganz einfach per Postkarte: „Die Angabe von Name, Alter, Adresse und Telefonnummer reicht“, erläuterte Flugplatzsprecher Klein. Einsendeschluss der Aktion ist am 27. August. Gezogen werden die Gewinner dann auf dem Flugplatz am Mittwoch, 30. August. „Das kann eine ganz tolle Sache werden und wachsen“, hofft Gert Siemberger. Auf dem Voralberger Flugplatz in Österreich sei eine ähnliche Veranstaltung inzwischen zu einem alljährlichen Zuschauermagneten geworden, der vor allem auch Kindern mit Behinderungen sowie Kindern aus sozial benachteiligten Familien ein Flugerlebnis ermögliche.

Das Zusammenfallen des Kinderflugtags mit dem im letzten Jahr erstmalig organisierten Fliegertreffen „Fly-In“ ist kein Zufall: Die sonst eher geschlossene, abgeschottete Atmosphäre des Flugplatzes wollen Klein und seine Teamkollegen durch das Miteinander von interessierten Laien und Hobbypiloten aufgebrechen.

Das hat laut Klein auch schon mit den kürzlich aufgenommenen Flugplatzführungen geklappt. Der Flugplatzmitarbeiter hatte Ende letzte Jahres den Einfall, Besuchergruppen regelmäßig das Flugplatzgelände zu zeigen und so die offene Haltung des Flugplatzes gegenüber Gästen zu verdeutlichen.