Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Wettbewerb „Ganz schön anders“ Ganderkeseer Schüler drehen Film „op Platt“

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 26.09.2016, 10:12 Uhr

Förderschüler, Gymnasiasten und Schüler der Oberschulen aus Ganderkesee und Bookholzberg drehen ab Oktober gemeinsam einen Film. Ihr Ziel: Mitmachen beim Wettbewerb „Ganz schön anders“.

Anfangs sollte es nur ein Zwei-Minuten-Clip auf Plattdeutsch werden, den die Besucher der Groden Plattdüütschen Week am 6. November sehen sollten.

Wettbewerb „Ganz schön anders“

Inzwischen haben sich die Pläne verändert: Die Jugendlichen, die sich für das „PlattKlapp“-Filmprojekt zusammengefunden haben, wollen jetzt einen längeren Streifen drehen, der etwa fünf Minuten dauern soll und mit dem sie sich bis Mitte Januar nächsten Jahres beim niedersächsischen Wettbewerb „Ganz schön anders“ vorstellen wollen. „Dabei geht es darum, dass die plattdeutsche Sprache die Welt rettet“, verrät Arne Osolin, Lehrer an der Förderschule am Habbrügger Weg, Filmberater der Region und Betreuer des Projekts, schon jetzt.

Drehen ab Ende Oktober

„Den orangefarbenen Faden für die Geschichte gibt es schon. Ab Ende Oktober wollen wir drehen.“

Zum jugendlichen Team, das am Ende von der Schauspielerei über die Regie bis hin zur Kameraführung alles selbst übernehmen soll, so die Bedingungen des Wettbewerbs, gehören Schüler der Oberschulen Ganderkesee und Bookholzberg, der Förderschule und des Gymnasiums im Alter zwischen elf und 14 Jahren.

Lob vom Plattdeutschbeauftragten

Dafür alleine gibt es schon ein dickes Lob vom Plattdeutschbeauftragten Dirk Wieting, der jahrelang bei den Grundschulen großes Interesse an der plattdeutschen Sprache festgestellt hat, bei den anderen Schulen aber nicht. „Das hat sich inzwischen aber weit nach vorne entwickelt. Alle Achtung“, betont Wieting, der sich nicht nur über die Unterstützung seitens der vier Schulen und der Eltern der Kinder freut. „Es ist auch toll, dass sich Ganderkesee beim Filmwettbewerb beteiligt und dass Plattdeutsch mit dabei ist.“

Projekt noch im Anfangsstadium

Weil das Projekt noch im Anfangsstadium steckt, können sogar noch Jugendliche ab der fünften Klasse dazu stoßen, sagt Osolin. Plattdeutsch-Kenntnisse seien nicht erforderlich, informiert Angela Hillen, Mitorganisatorin von plattdeutschen Aktionen im gesamten Landkreis Oldenburg. Es könne sein, dass einige Passagen auch auf Hochdeutsch gespielt werden. „Und die paar Sätze auf Plattdeutsch sind ganz leicht zu lernen“, weiß Wieting. Wer noch mit dabei sein möchte, sollte sich umgehend unter Telefon (04222) 3970 oder 6320 melden und dann vielleicht auch die eine oder andere Idee zum Oberthema des Wettbewerbs, „Ganz schön ungerecht“, beitragen.

Professionelle Unterstützung

Professionelle Unterstützung gab und gibt es für die junge Filmtruppe übrigens auch: So war Anfang der Woche der freie Drehbuchautor Martin Wolf zu Gast an der Förderschule, um ein paar Tipps zu geben. Und Ende Oktober ist ein großer Workshop mit Kameraleuten aus dem „Ganz schön anders“-Team geplant. Danach heißt es „Klappe – die Erste“.

Ob ein paar Sequenzen des Films möglicherweise schon bei der Groden Plattdüütschen Week zu sehen sein werden, ließ Wieting noch offen. „Vielleicht ein ,Making of‘. Wir wollen die jungen Leute aber nicht unter Druck setzen.“