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Wildwochen starten in Harpstedt Besonderer Wildgenuss im Landkreis Oldenburg

Von Tina Spiecker, Tina Spiecker | 30.10.2016, 15:53 Uhr

Wildschweinroulade an Roweinsoße, Hirschbraten an Waldpilzen oder Rehmedaillons mit Linsensalat: Die Qual der Wahl hatten die rund 60 Gäste, die sich am Sonntagmittag das Wildbuffett im Hotel Zur Wassermühle in Harpstedt laben durften. Das Feinschmecker-Angebot bildete den Startschuss für die diesjährigen Wildwochen. Bei den Wildwochen handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt des Zwecksverbands Naturpark Wildeshauser Geest, dem Forsamt Ahlhorn sowie von Hotels und Restaurants aus dem Landkreis Oldenburg und der Stadt Oldenburg.

Bereits zum achten Mal in Folge erhalten Liebhaber der Wildküche die Gelegenheit, sich allerlei Köstlichkeiten – traditionell zubereitet oder als Neuheit präsentiert – munden zu lassen. Bei der Auftaktveranstaltung mit dabei waren auch 25 geladene Gäste der mitwirkenden Institutionen sowie des Landkreises, darunter auch Landrat Carsten Harings und der stellvertretende Samtgemeindebürgermeister Stefan Wacholder. Zur festlichen Einstimmung hielten die Jagdhornbläser einige Ständchen parat. Vor dem Restaurant hatten die Gäste zuvor die Möglichkeit, sich am Info-Mobil der Jägerschaft Oldenburg-Delmenhorst, das vom Hegering Harpstedt betreut wurde, über die heimische Tier- und Pflanzenwelt zu informieren. Anlässlich der Wildwochen ist auch ein Flyer in einer Auflage von 5.000 Stück erschienen. Diese Broschüren liegen bei den beteiligten Institutionen und Betrieben aus.

Rolf Eilers, Geschäftsführer des Naturparks Wildeshauser Geest , betonte bei seiner Begrüßung, dass der hiesigen Jägerschaft ein großes Dankeschön gebühre. Dank der guten Kooperation sei es möglich, das aus den Wäldern des Landkreises stammende Fleisch zu vermarkten. „Wild ist ein wertvolles Lebensmittel, das sehr gesund und nicht hoch genug in der Wertschätzung stehen kann“, so Eilers weiter. Weiterhin dankte Eilers Waltraud Kubiak, die federführend für die Organisation der Wildwochen verantwortlich zeichnet.

Fleisch stammt aus hiesigen Wäldern

„Das in den teilnehmenden gastronomischen Betrieben angebotene Wildfleisch stammt garantiert aus unseren Wäldern. Um diese zu garantieren, kommt auch nicht jeder Betrieb in Frage, um an den Wildwochen teilzunehmen“, erklärte Kubiak. Aber nur die auf den Speisekarten der teilnehmenden Gastronomen angebotenen Gerichte sowie Buffetts erfreuten sich großer Beliebtheit; auch die angebotenen Kochkurse zu diesem Thema seien stets ausgebucht.

Der gastgebende Gastronom Michael Grohe zeigte sich zufrieden mit der Veranstaltung. „Besonders gerne gegessen wird Braten, egal von welchem Wild“, wusste der Fachmann zu berichten. Er setze bei seinem Speisenangebot auf traditionelle deutsche Küche. Denn die käme bei den Leuten an. „Wir geben den Gästen, was sie mögen und experimentieren da nicht“, so der Gastwirt.

In Erinnerungen schwelgten indes Annemarie Meyer aus Dünsen und die Harpstedterin Irmgard Spaltner. „Zu meinem Lehrhof in Soltau gehörten einige Hektar Wald, da kam viel Wild auf den Tisch“, erinnerte sich Meyer. Damals habe sie die Wildküche für sich entdeckt. „Meine Schwiegermutter machte immer Möhren dazu. Das Fleisch wurde in Buttermilch eingelegt“, erzählte Spaltner. Bis die Vorsuppe serviert wurde, hatten die beiden Seniorinnen sich noch viel zu berichten, sei es über die richtige Herstellung der Preiselbeerbeilage oder über das Rezept für die Jägertorte.