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Wirtschaft im Landkreis Oldenburg 22 Hektar für starke Wirtschaft

Von Reiner Haase | 29.04.2015, 20:34 Uhr

Dötlingen/Landkreis Oldenburg. Vier Bürgermeister ergreifen die Initiative für ein gemeinsames Gewerbegebietan der B 213. Sie wollen die Wirtschaftskraft im Landkreis halten und stärken.

Gut 30 Hektar Ackerland auf Dötlinger Gebiet, in Hockensberg direkt gegenüber dem Prinzhöfter Gewerbegebiet Simmerhausen, sollen ab Mitte 2016 für die Ansiedlung von Gewerbe- und Industriebetrieben zur Verfügung stehen. „Genutzt werden können rund 22 Hektar“, berichtet der Dötlinger Bauamtsleiter Uwe Kläner.

Steuerquelle aus Erdgas

versiegt allmählich

Mehr als eineinhalb Jahrzehnte haben die Pläne für das Gewerbegebiet an der Bundesstraße 213 in Hockensberg bei der Gemeinde Dötlingen in der Schublade geschlummert. Bürgermeister Ralf Spille, seit einem halben Jahr im Amt, hat sie ans Tageslicht geholt. „Die Verhältnisse haben sich verändert“, begründet er seine Initiative, die er mit gut begründetem Konzept zügig durch die politischen Gremien bringen will. Spille verweist auf das 1,2-Millionen-Euro-Loch im Ergebnishaushalt seiner Gemeinde. Es werde weniger Erdgas gefördert, und damit sänken die Steuereinnahmen, so Spille. Diese sprudelnde Quelle hat Dötlingen lange Zeit sorgenfrei dastehen lassen.. Und Spille hat Anfragen von Betrieben bekommen, die Flächen für Betriebserweiterungen suchen.

Neue Bürgermeister,

neues Miteinander

Geändert hat sich seit den Bürgermeister-Wahlen 2014 auch die politische Landschaft. Wie Spille neu im Amt sind der Prinzhöfter Bürgermeister Hermann Lehmkuhl und der Wildeshauser Bürgermeister Jens Kuraschinski, und Herwig Wöbse, vorher Prinzhöfter Bürgermeister, ist nun Bürgermeister der Samtgemeinde Harpstedt. Sie alle hat Spille mit ins Boot geholt, um auf ein interkommunales Gewerbegebiet an der Schnittstelle ihrer Zuständigkeitsbereiche zuzusteuern.

Exponierte Lage

nahe der Autobahn

„Zusammenarbeiten und gemeinsam profitieren“ lautet der Leitspruch. Ein gutes Gewerbegebiet in der exponierten Lage an der Bundesstraße 213 nahe dem Autobahnanschluss Wildeshausen-Nord könne die ganze Region stabilisieren, sagt Wöbse. Kuraschinski betont, dass Wildeshausen Flächen für erweiterungs- und ansiedlungswillige Betriebe braucht, die nicht mit übermäßig strengen Immissionsschutzregelungen belegt sind. Laut Lehmkuhl sind in Simmerhausen, dem einzigen Gewerbegebiet seiner Gemeinde, die Reserven erschöpft. Das Gewerbegebiet Neerstedt sei zu zwei Dritteln ausgelastet und vor allem für Betriebe mit regionaler Ausstrahlung, ergänzt Spille.

Wirtschaft im Landkreis

soll weiter wachsen

Hans-Werner Aschoff, Wirtschaftsförderer des Landkreises, unterstützt die Initiative der Bürgermeister. Man müsse geeignete Gewerbeflächen haben, um den Stand – 30000 Arbeitsplätze kreisweit und eine Arbeitslosenquote unter fünf Prozent – zu halten. Und: „Die Grenzen des Wachstums sind im Landkreis Oldenburg noch nicht erreicht.“