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Wirtschaft im Landkreis Oldenburg Vertrag für Gewerbegebiet Hockensberg unterzeichnet

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 12.07.2017, 20:12 Uhr

Ab 2019 sollen sich Gewerbe und Industrie in Hockensberg ausbreiten können. Dötlingen, Wildeshausen und Prinzhöfte verfolgen das Ziel im Schulterschluss.

Der Landkreis Oldenburg steht wirtschaftlich mit der zweitniedrigsten Arbeitslosenzahl in der Region gut da. Und das soll so bleiben: Der Dötlinger, der Wildeshauser und der Prinzhöfter Bürgermeister haben gestern per Unterschrift die Absicht besiegelt, in Hockensberg in der Gemeinde Dötlingen ein interkommunales Gewerbe- und Industriegebiet zu schaffen. Der Landkreis Oldenburg, die Samtgemeinde Harpstedt und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft WLO haben als Berater der direkt beteiligten Kommunen ihre Unterschrift dazugesetzt. „Wenn jetzt alles gut läuft, ist der Baubeginn Ende 2018 realistisch“, blickt Dötlingens Bürgermeister Ralf Spille voraus.

Schlankes Konstrukt

„Die Zeit der Kirchturmpolitik ist vorbei“, ergänzt der Prinzhöfter Bürgermeister Hans-Hermann Lehmkuhl. Große Mehrheiten in den Räten der Gemeinden Dötlingen und Prinzhöfte sowie der Stadt Wildeshausen haben sich laut Spille hinter dem den Vertragsentwurf gestellt. „Unser Rat hat zugestimmt, weil das Konstrukt sehr schlank gehalten ist. Es entstehen keine Kosten für einen Geschäftsführer einer GmbH oder eines Zweckverbands“, berichtet der Wildeshauser Bürgermeister Jens Kuraschinski.

Noch Flächenankäufe nötig

Sechs Hektar des direkt an der Bundesstraße 213 und eineinhalb Kilometer von der Autobahn 1 gelegenen künftigen Gewerbegebiets befinden sich schon im Besitz der Gemeinde Dötlingen; 24 weitere Hektar sollen dem Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) und privaten Eigentümern abgekauft werden.

20 Hektar für Gewerbe und Industrie

„Dem Gewerbe und der Industrie werden rund 20 bis 22 Hektar Fläche angeboten werden können“, erläutert Dötlingens Bürgermeister Spille. Insbesondere in den beteiligten Kommunen ansässige Unternehmen sollen sich erweitern können. „Den Bürgern erhalten und verschaffen wir wohnortnahe Arbeitsplätze, egal ob sie diesseits oder jenseits der Bundesstraße leben. Den Kommunen und dem ganzen Landkreis Oldenburg sichern wir Steuereinnahmen“, betont Spille.

Kosten und Einnahmen werden geteilt

Aufgaben, aber auch Finanzfragen sind im Vertrag klar geregelt. So ist Dötlingen für die Planung zuständig und Wildeshausen für die Vermarktung. Die Kosten und Einnahmen werden geteilt: 45 Prozent für Dötlingen, 40 Prozent für Wildeshausen, 15 Prozent für Prinzhöfte.

Prinzip Einstimmigkeit

Im eigens eingerichteten Arbeitskreis und in der Lenkungsgruppe gibt es nur einstimmige Entscheidungen. „Klappt das nicht, greift Wirtschaftsförderer Aschoff schlichtend ein“, berichtet Spille. „Bisher hat sich gezeigt, dass alle guten Willens sind“, ergänzt Christian Wolf, der Stellvertreter des Landrats.