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Wirtschaft in Ganderkesee Meyer-Technik investiert in Ganderkesee eine Million

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 13.03.2017, 22:08 Uhr

Die Unternehmensgruppe Meyer-Technik hat den Standort Ganderkesee mit einer Millionen-Investition gestärkt. Das schafft Raum für weitere Modernisierungen.

Die Unternehmensgruppe Meyer-Technik hat eine Million Euro in den Ausbau der Büroräume am Sitz der Zentrale im Ganderkeseer Gewerbegebiet Urneburg investiert. „Wir haben 550 Quadratmeter für 28 Büro-Arbeitsplätze geschaffen“, berichtet der Inhaber und Firmengründer Harald Meyer.

Elektrotechnik und Brandschutz verzahnt

„Die Investition soll das Miteinander der Bereiche Elektrotechnik und Brandschutz erleichtern“, erläutert Lukas Bäcker, der kaufmännische Geschäftsführer der Meyer-Gruppe. Sven Freese, Bäckers gleichgestellter Kollege für den Bereich Technik, ergänzt, dass es im Bereich Elektrotechnik zu eng geworden ist. In Büros mit Platz für zwei Arbeitsplätze hätten teilweise vier Angestellte gearbeitet. „Jetzt bieten wir genug Platz für gutes Arbeiten. Und wir haben Spielraum für die Modernisierung des Elektrotechnik-Bereichs gewonnen“, so Freese. Das sei das nächste Projekt im Firmenstandort Ganderkesee.

Duales System retten

Die ersten Gäste im neuen Konferenzraum waren am Montagabend die CDU-Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen mit den CDU-Mittelständlern Anne-Marie Glowienka, Ralf Wessel, Stephan Neitzel und Hermann Mahlstedt. „Am vergangenen Donnerstag ist noch an den Lampen geschraubt worden“, berichtete Bäcker. Firmengründer Meyer richtete an die Besucher aus der Politik den dringenden Appell, das deutsche Modell der dualen Ausbildung mit Praxis in den Betrieben und Theorie in den Berufsschulen zu retten. Es sei die Grundlage für den wirtschaftliche Stabilität garantierenden mittelständischen Betrieb. Das gelte auch für Meyer-Technik. Auch wenn die Gruppe mit vier Unternehmen und 180 Mitarbeitern an sechs Standorten in Deutschland und einem Kooperationspartner in Polen im Grenzbereich von Handwerk und Industrie operiere.

Nachwuchs im Fokus

„Für Nachwuchs sorgen löst Nachwuchssorgen“ lautet ein grundlegendes Motto in der Unternehmensgruppe. So gibt es laut Bäcker nicht nur den Ausbildungsleiter, der auch mal für Nachhilfeunterricht im Betrieb sorgt, sondern auch eine Fachkraft, die den jungen Leuten hilft, wenn sie Probleme aus dem Privatleben an den Arbeitsplatz mitbringen. „Für uns wäre es gut, wenn in den Schulen, am besten schon im Kindergarten, die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik gestärkt werden“, gab Meyer den Politikern mit auf den Weg. Geschäftsführer Freese ergänzte an die Politik gerichtet, dass Deutschland Nachholbedarf im Bereich Informationstechnologie durch Ausbau des Glasfaserkabelnetzes für den Austausch großer Datenmengen hat.