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Wirtschaft in Ganderkesee und Hude Erfolgreicher Aufgalopp für Vereinigte Volksbank

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 29.06.2017, 19:33 Uhr

Ganderkesee/Hude/ Lemwerder. Die Anfang 2016 gebildete Vereinigte Volksbank steuert einen soliden Wachstumskurs an. Nach gut sechs Prozent in 2016 werden für 2017 drei Prozent angepeilt.

„Toi, toi, toi“, sagt Volksbank-Vorstand Oliver Frey und klopft auf Holz, „bisher ist keiner unserer Automaten gesprengt worden.“ Die Automaten seien gegen das vielfach praktizierte Knacken von Geldautomaten mit explosivem Gasgemisch speziell gesichert, ergänzt Freys Vorstandskollege Jürgen Kikker: „Wir hoffen, dass unser Sicherungssystem Schritt hält mit der Weiterentwicklung der kriminellen Energie.“

Eigenes Ziel übertroffen

Im Jahr eins nach dem Zusammenschluss der Volksbank Ganderkesee-Hude mit der Volksbank Bookholzberg-Lemwerder haben Kikker, Frey und Sascha Knaack am Mittwochabend im Airfield-Hotel am Ganderkeseer Flugplatz der Vertreterversammlung den ersten Jahresbericht der Vereinigten Volksbank vorgestellt und das Geschäftsjahr 2016 als „durchweg zufriedenstellend“ eingestuft. Die Bilanzsumme hat das selbst gesteckte Ziel von 600 Millionen Euro um knapp drei Millionen Euro übertroffen. Die Bilanzsumme der damals noch separaten Volksbanken Ganderkesee-Hude und Bookholzberg-Lemwerder hatte 2015 noch 572 Millionen Euro betragen; das entspricht einem Wachstum von 5,25 Prozent. „Soweit bisher absehbar, setzt sich der Wachstumstrend in diesem Jahr fort. Unser Ziel sind drei Prozent“, kündigt Frey an.

Rücklagen aufgestockt

Aus dem Jahresüberschuss von knapp 1,5 Millionen Euro geht gut eine Millionen Euro in Rücklagen. Dem Vorschlag des Vorstands stimmte die Vertreterversammlung genauso zu wie der Ausschüttung einer Dividende von 5,25 Prozent. Die Ausschüttung summiert sich auf über 400000 Euro. „Wir sind die größte Volksbank im Landkreis Oldenburg geblieben“, stellt Vorstand Kikker fest.

Modernisierungen laufen

Die Fusion zum Jahresbeginn 2016 hat die Vereinigte Volksbank zu Umstrukturierungen und Modernisierungen genutzt. Die Immobiliengesellschaft GENO ist von Falkenburg ins Gebäude der von Grund auf renovierten Filiale Bookholzberg umgezogen. Dort ist auch der telefonische Kundenservice untergebracht, den Sascha Knaack, der Digitalisierungsexperte des Vorstandsteams, keinesfalls mit einem Call-Center verwechselt wissen will. „Da sitzen qualifizierte Fachleute“, betont er. Die nächste Modernisierung steht in der Filiale Tweelbäke an. Ein Glücksgriff sei das Anmieten eines Bürogebäudes an der Westtangente in Ganderkesee. Die Renovierung der Zweigstelle in Ganderkesee steht auch im Investitionsplan, allerdings ohne Zeitdruck. „Uns stört besonders, dass es keinen Fahrstuhl gibt, obwohl Kunden auch im Obergeschoss beraten werden“, sagt Kikker.

Wachtendorf neu im Aufsichtsrat

Die Volksbank-Vertreter haben den Landwirt Ingo Wachtendorf, Hude, in den Aufsichtsrat gewählt. Enno Einemann, Hude, ist aus privatem Grund ausgeschieden. Marlene Holst, Hude, und Carsten Wichmann, Ganderkesee, wurden als Mitglieder des zehnköpfigen Gremiums bestätigt.