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Wohlfahrtstour Baltic Sea Circle Ganderkeseerin wohlbehalten von Rallye zurück

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 05.07.2016, 16:13 Uhr

Nach 16 Tagen und einer zurückgelegten Strecke von mehr als 8500 Kilometern ist die aus Ganderkesee stammende Annika Stehr gemeinsam mit ihrem Freund Marcel Schultz wohlbehalten von der Charity-Rallye „Baltic Sea Circle“ zurückgekehrt.

Mit einem intakten Toyota-Kleinbus vom „Typ Hiace“ und einem Haufen Erlebnisse im Gepäck steuerte die Ergotherapeutin aus Ganderkesee, die mittlerweile in Hamburg wohnt, am Sonntagabend gemeinsam mit ihrem Freund das Ziel, den Hamburger Fischmarkt, an. Über Kaliningrad und später durch Polen reisten die beiden Rallye-Teilnehmer in die EU ein. Das gestaltete sich nicht einfach: „Die letzte richtige Grenzkontrolle vor der Rückkehr nach Hamburg war auch die umfangreichste“, blickte Marcel Schultz zurück. „Nicht etwa, wie man vermuten könnte, durch die Beamten der Russischen Föderation, sondern durch Polen“, sagte er. „Wir konnten uns nicht erklären, warum russische Staatsbürger einfacher über die Grenze in die EU kommen, als die EU-Bürger selbst“, wunderte er sich. „Vielleicht lag es auch einfach daran, dass wir ein deutsches Autokennzeichen haben, oder aber, weil die Grenzbeamten schlichtweg allesamt einen schlechten Tag hatten“, so seine Vermutung.

Für Verein Deepwave gesammelt

An einem Tag musste das Paar insgesamt sieben Stunden an Landesgrenzen, in Transitbereichen und in Inspektions-Zonen verbringen.

Die Reise durch Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Russland, das Baltikum und Polen hatten Stehr und Schultz nicht allein aus reiner Abenteuerlust oder dem Spaß am Autofahren angetreten, wie es der Teamname „Drivinglust“ hätte vermuten lassen.

Auf der Wohlfahrtstour, nach Veranstalterangaben die „nördlichste Rallye auf dem Planeten“, haben die beiden eine 750-Euro-Spende für Wohltätigkeits-Projekte geleistet und sich Sponsoren für zwei Wohltätigkeitsorganisationen gesucht. Gesammelt wurde für den Verein Deepwave, der sich für den Erhalt der Meere einsetzt. Als zweite Organisation hatten Stehr und Schultz sich für die „Freunde fürs Lebens“ entschieden. Diese sorgen sich um die Prävention von Suizid und Depressionen bei Jugendlichen. Das Duo hatte bei seinen Planungen zunächst mit einer knapp 8000 Kilometer langen Strecke gerechnet. Am Ende der Route, die ohne Navigationsgeräte in mindestens 20 Jahre alten Fahrzeugen absolviert werden musste, standen dann gut 8500 Kilometer mehr auf dem Tacho.