Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Wohnbau und Klimaschutz 18 grüne Hausnummern im Landkreis Oldenburg

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 15.09.2017, 18:54 Uhr

Klimaschutz fängt in den eigenen vier Wänden an: 18 Hauseigentümer im Landkreis Oldenburg haben vorbildlich gebaut. Die Häuser erhalten grüne Hausnummern.

Begeisterung für klimaschonendes Bauen hat für Siegfried Preuß am Donnerstagabend doppelt Früchte getragen. Erst haben ihm Landrat Carsten Harings und Gerhard Krenz von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) in einer Feierstunde der Klimaschutz-Initiative des Landkreises Oldenburg im Nordenholzer Hof in Hude die „Grüne Hausnummer“ für klimaschonendes Bauen ausgehändigt. Wenig später hat er als Glücklicher in einer Verlosung, an der 17 weitere mit grüner Hausnummer ausgezeichneten Wohnhauseignern teilnahmen, den Geldpreis über 250 Euro gewonnen. Die werde er in die klimagerechte Gestaltung des Gartens rund um sein Haus an der Langen Wand 21 stecken, kündigte der Ganderkeseer an.

Klimaschonend gebaut

Holzrahmenbauweise, Solarenergie, Wärmepumpe, Pelletheizung, natürlicher Baustoff, KfW-40-Standard: Über diese und andere Schlagworte aus dem Bereich klimaschonenden Bauens haben die Teilnehmer der Feierstunde nachgedacht und manches in die Tat umgesetzt. „Sie alle haben mehr getan, als der Gesetzgeber verlangt“, betonte Krenz in seiner Laudatio vor der Vergabe der grünen Hausnummern.

Haus im Gewächshaus

Peter Volbers zum Beispiel hat in Groß Ippener das Haus für seine Frau und sich in ein gläsernes Gewächshaus gebaut: Immer eine isolierende Luftschicht zwischen Wohnräumen und Außenwelt. „Einziges Ärgernis: Ich würde gerne den Wärmeüberschuss im Sommer verwerten“, so Volbers. Er ermutigte in der Vorstellung seines Objekts am Mühlenweg zu „Mut zur Veränderung, Mut zu Fehlern“.

Traumhaus ohne Anschlüsse

„Mein Traumhaus“, so nennt Preuß sein Objekt in Ganderkesee. Der Bauingenieur hat so viele Möglichkeiten klimaschonenden Bauens verwirklicht, dass sein Haus keinerlei Versorgungsanschlüsse benötigt. Unter anderem wird Wärme aus der Solaranlage im Haus gespeichert und bei Bedarf abgerufen, und das Regenwasser wird zu Trinkwasser aufbereitet.