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Wohnungsbau in Ganderkesee Politik in Ganderkesee will besseres Baugebiet

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 01.09.2017, 19:31 Uhr

Ein Neustart der Planung für das Baugebiet westlich Brüninger Weg in Ganderkesee soll das Ergebnis verbessern. Die Politik rechnet mit wenig Zeitverlust.

Ratspolitiker verteidigen den am Donnerstag im Ausschuss für Gemeindeentwicklung vorgezeichneten Weg, im geplanten Neubaugebiet westlich des Brüninger Wegs mehr Bauland zu schaffen und dafür Zeitverzug in Kauf zu nehmen. „Wir verlieren wenig Zeit, wenn sich die Verwaltung jetzt zügig mit dem Erschließungsträger und dem Eigentümer, der kurzfristig zusätzliches Bauland hergeben will, an einen Tisch setzt“, sagt Heinz-Peter Häger (SPD). „Wir müssen uns vom Erschließungsträger nicht unter Druck setzen lassen. Er verdient Geld, egal, ob ein Vierteljahr früher oder später“, ergänzt Cindy Klüner (CDU).

 

Gereiften Plan gecancelt

Wie berichtet, hat der Fachausschuss einen beschlussreifen Bebauungsplan für das mit gut zwei Hektar recht kleine Baugebiet durchfallen lassen, weil ein Eigentümer kurzfristig das Interesse bekundet hat, 6000 Quadratmeter nördlich angrenzenden Lands beizusteuern. Für die von der Politik geforderte Planung aus einem Guss muss ein neuer Bebauungsplan erstellt werden. „Das kann schneller gehen als üblich, weil alle Beteiligten, auch die Träger öffentlicher Belange und die Anwohner, mit den Grundzügen vertraut sind“, sagt Häger. Auch durch die Verkürzung der öffentlichen Auslegung könne Zeit gewonnen werden.

 

Wallhecke als Trennwand

Klüner sieht im Neustart auch die Chance, Vorschläge von Anwohnern, unter anderem den Verlauf der Straße durch das Baugebiet betreffend, neu zu bedenken. „Bisher ist alles mit ,der Anregung wird nicht gefolgt‘ beschieden worden“, so Klüner. Sie verweist auch auf die im verworfenen Entwurf vorgesehene Wallhecke: „Sie kann an den Nordrand verschoben werden. Bei zwei getrennten Bebauungsplänen würde die Hecke das Gebiet durchtrennen.“

 

Gemeinde kann einspringen

Häger benennt einen „Plan B“ für den Fall, dass sich der Erschließungsträger und der hinzugekommene Eigentümer nicht einig werden: „Dann kann die Gemeinde das Grundstück erwerben und baureif machen.“