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Wohnungsbau in Hude Hude will in Kürze neue Wohnbauflächen anbieten

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 17.09.2017, 21:14 Uhr

Hude will im Frühjahr 2018 neue Wohngrundstücke auf den Markt bringen. Die Pläne sind fast bis zur Beschlussreife gediehen.

Wenn alles nach Plan weiterläuft, können ab Frühjahr 2018 einige Dutzend Namen von der Warteliste der Bewerber um ein Wohnbaugrundstück in Hude gestrichen werden. Der Ausschuss für Gemeindeentwicklung empfiehlt dem Gemeinderat bei fünf Stimmenthaltungen, aber ohne Gegenstimme, die Pläne für ein Neubaugebiet auf der von Häusern an der Wilhelmstraße, der Luisenstraße, dem Lilienweg und Am Sonnentau in Hude-Nord öffentlich auszulegen. Der Gemeinderat soll den Bebauungsplan 94 kurz vor Weihnachten absegnen.

Zweigeteiltes Baugebiet

Das geplante Baugebiet ist zweigeteilt. Im Südwesten der 4,7 Hektar großen Wiesenlandschaft mit einem Grünzug und einem alten Bauernhaus mittendrin und Hecken und Wallhecken am Rand will ein Investor 21 Seniorenbungalows und sechs Zweifamilienhäuser als Mehrgenerationenhäuser errichten. Im nordöstlichen Teil, zur Wilhelmstraße hin, will die Gemeinde 25 Grundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie für drei Mehrfamilienhäuser veräußern.

Zufahrt von Wilhelmstraße

Für Fußgänger und Radfahrer soll es einen direkten Weg Richtung Ortsmitte geben. Autos sollen das Wohngebiet ausschließlich über die Wilhelmstraße ansteuern. Im Wohngebiet weitet sich die Zuwegung zu einer Ringstraße; in den Seniorenwohnbereich führt eine Stichstraße.

Entwässerung spezielles Problem

In dem flachen, ehemals moorigen Gebiet ist die Entwässerung ein spezielles Problem. Ein Gutachter hat die Möglichkeit aufgezeigt, im Bereich des Seniorenwohnens die Niederschläge auf den Grundstücken und in Rigolen unter der Straßen versickern zu lassen. Das Regenwasser aus dem Gemeindeteil des Baugebiets soll in ein Rückhaltebecken mit Überlauffläche an der Maibuscher Bäke geleitet werden. Anwohner der Bäke befürchten allerdings, dass für sie das Überschwemmungsrisiko steigt.

Viel Aufwand für Umwelt nötig

Die von Umweltfreunden bisher „grüne Lunge des Luftkurorts Hude“ bezeichnete Fläche ist Jagd- und Nistrevier von Fledermäusen, Waldohreulen, Spechten und Singvögeln. Deshalb sollen alte Eichen und Buchen an der alten Hofstelle stehen bleiben, auch wenn die Gebäude abgerissen werden. Der Erhalt und die Pflege der Hecken am Rande des Baugebiets soll den künftigen Grundstückseignern auferlegt werden. Außerdem verlangt der Naturschutz ökologischen Ausgleich außerhalb des Baugebiets auf Flächen, die mit 4,5 Hektar fast so groß wie das Baugebiet selbst sind.