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Zahlen deutlich zurückgegangen In Ganderkesee werden keine Container für Flüchtlinge benötigt

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 13.05.2016, 17:03 Uhr

Entspannung beim Thema Flüchtlinge: Weil der Zustrom in den Landkreis Oldenburg und in die Gemeinde Ganderkesee in den vergangenen Wochen deutlich zurückgegangen ist, werden derzeit keine Container oder Massivhäuser für die Unterbringung von Flüchtlingen gebraucht.

Wegen der deutlich zurückgegangenen Zahlen von Flüchtlingen in der Gemeinde Ganderkesee werden Container oder Massivhäuser für die Unterbringung dieser Menschen zurzeit nicht benötigt. Das ist laut Gemeindesprecher Hauke Gruhn das Ergebnis eines Gesprächs von Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas mit dem Sozialdezernenten des Landkreises Oldenburg, Bodo Bode. Künftig werde vor Ort verstärkt auf sozialen Wohnungsbau und Holzrahmenbauten gesetzt, um Flüchtlinge unterzubringen.

Unterkünfte auf STAROFIT-Gelände vom Tisch

Von den Änderungen ist nach Angaben Gruhns der bereits seit rund einem Jahr diskutierte Standort auf dem STAROFIT-Gelände an der Elly-Beinhorn-Straße im Gewerbegebiet Ganderkesee betroffen. Außerdem sei ein weiterer Standort „in einem Gewerbegebiet des Hauptortes“ damit vom Tisch. Nähere Angaben machte der Gemeindesprecher nicht.

Weiterverfolgt würden Pläne, längerfristig nutzbare Unterkünfte, zum Beispiel in Holzrahmenbauweise, zu errichten. Dabei sollen möglichst auch private Investoren aus der Gemeinde mit eingebunden werden. Außerdem soll der Neubau von Sozialwohnungen wiederbelebt werden. Dafür werde der soziale Wohnungsbau künftig bei der Aufstellung neuer Bebauungspläne verstärkt berücksichtigt.

Derzeit 476 Personen im Asylverfahren

Laut Gruhn befinden sich derzeit in Ganderkesee 476 Personen im Asylverfahren. Ende März gab es den bisherigen Höchststand von 520. In der Turnhalle am Habbrügger Weg sind derzeit 16 Flüchtlinge untergebracht, in der Mobilhalle in Bookholzberg 25 und in der Halle am Stadion in Ganderkesee 45. Das Schwimmerheim, das ebenfalls als Notunterkunft diente, wird bereits zurückgebaut und soll in Kürze wieder den Sportlern zur Verfügung stehen. Die Mobilhalle in Bookholzberg am Wellenhofsweg soll Anfang Juni abgebaut werden, die Halle in Ganderkesee möglicherweise im Sommer. Außerdem könnte die Turnhalle am Habbrügger Weg bis Ende der Sommerferien wieder frei sein. Und weil sich die Situation derzeit entspannt hat, werden nach Angaben der Gemeindeverwaltung „aktuell keine weiteren Wohnungen durch die Gemeinde mehr angemietet“.