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Zertifikat für Ganderkeseer Schule Grundschule setzt auf Verzahnung von Bewegung und Lernen

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 16.06.2017, 15:23 Uhr

Hohe Auszeichnung für die Grundschule Lange Straße in Ganderkesee: Am Freitagvormittag wurde ihr das Zertifikat „Sportfreundliche Schule“ des Niedersächsischen Kultusministeriums übergeben. Schulleiter René Jonker setzt auf die „Verzahnung von Bewegung und Lernen“.

Schon seit vielen Jahren gehört der Sport zu den Schwerpunktbereichen an der Grundschule Lange Straße in Ganderkesee. Jetzt hat Schulleiter René Jonker es auch schriftlich: Die Grundschule hat am Freitagvormittag das Zertifikat „Sportfreundliche Schule“ bekommen – „für hervorragende Leistungen und besonderses Engagement in der Bewegungsförderung von Kindern und Jugendlichen durch vielfältige Sport- und Fitnessangebote“, wie es seitens des Niedersächsischen Kultusministeriums heißt. Nach der Grundschule Heide ist es die zweite Auszeichnung in der Gemeinde Ganderkesee, die 13. im Landkreis Oldenburg. Kommentar des Schulleiters: „Der Sport ist in unserem Schulprogramm fest verankert. Dieses Zertifikat nimmt uns in die Pflicht, immer wieder nachzudenken, ob wir auch genug machen.“

Zertifikat gilt für drei Jahre

Das Zertifikatsschild, das im Eingangsbereich der Schule angebracht werden soll, gilt für die nächsten drei Jahre. Übergeben wurde es von Max Hunger, Fachberater Schulsport der Landessschulbehörde, und Schuldezernent Karl-Heinz Book, die zusätzlich noch 100 Euro für den Sportbereich mitgebracht hatten und vom Aktionsprogramm der Schüler bei der Zertifikatsübergabe begeistert waren. „Ihr seid nicht nur eine sportfreundliche, sondern auch eine sportlustige Schule“, lobte Book. Die Mädchen und Jungen der Tanz-AG stellten vor, was sie zuletzt einstudiert hatten. Danach folgte Seilspringen unter dem Stichwort „Rope-Skipping“. Und als es schließlich „Letʼs keep fit“ hieß, waren alle in Bewegung: Schüler, Lehrkräfte und Gäste.

Qualifiziertes Sportlehrerteam

 Jonker, selbst Fußballer und Padle-Tennisspieler, baut auf „ein gutes, junges und qualifiziertes Sportlehrerteam“ um Philip Meiners, Fachkonferenzleiter Sport, das schon seit Jahren den Sport in den Vordergrund stellt. Allerdings hat es sich erst im Herbst vergangenen Jahres entschlossen, einen Antrag zu stellen, das Zertifikat zu bekommen.

Motorische Defizite

Jonker und Meiners haben festgestellt, dass in den vergangenen Jahren auch an ihrer Schule die Zahl der Schüler mit Übergewicht und motorischen Defiziten gestiegen ist – „wenn auch nicht so auffällig wie an anderen Schulen“. Trotzdem sei das Grund genug, jede Menge Bewegungsangebote zu machen. „Durch Sport gibt es die Chance, auch im Bereich Lernen weiterzukommen. Wir setzen deshalb auf die Verzahnung von Bewegung und Lernen“, sagt der Schulleiter. Und das beginnt schon frühzeitig: So gibt es in den ersten beiden Klassen Sportförderunterricht. Das heißt: Wer bestimmte motorische Handicaps aufweist, erhält eine Sportstunde extra. Insgesamt stehen vier Stunden Sportförderunterricht auf dem Schulplan.

Großes Sportangebot

Darüber hinaus beteiligt sich die Schule regelmäßig an Bundesjugendspielen, bei „Jugend trainiert für Olympia“ und beim Sportabzeichen. Es gibt Fußball- und Faustballturniere, den Spieletag für die ersten beiden Klassen, den Schulhof mit Spielgeräten und viele AGs: Tanzen, Faustball, Fußball, Handball, Ballsport allgemein und Akrobatik. Dazu der neunjährige Boje, der mit der gleichaltrigen Milla das Bewegungsprogramm der Schule vorstellte: „Wir wünschen uns, dass das alles so bleibt.“

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