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Ziele nach unten korrigiert Hude bricht Gewerbesteuer weg

Von Reiner Haase | 24.12.2014, 13:44 Uhr

Die Gemeinde Hude rechnet mit einem Millionenloch im Haushalt 2015, das mit Krediten gestopft werden soll. Bürgermeister Lebedinzew ist überzeugt, dass die Gemeinde nach kurzer Durststrecke schnell wieder zu schwarzen Zahlen kommt.

Der Russland/Ukraine-Konflikt verhagelt der Gemeinde Hude die Planung für das Haushaltsjahr 2015. Die Gemeinde habe bei den wichtigen Unternehmen nachgefragt und erfahren, dass diese ihre Ziele nach unten korrigiert haben, weil das Exportgeschäft rückläufig ist, berichtete Bürgermeister Holger Lebedinzew am Donnerstagabend im Huder Gemeinderat. Folglich wird mit einem Einnahmerückgang aus der Gewerbesteuer um 1,1 Millionen Euro gerechnet. Schon in den letzten Wochen hatte sich abgezeichnet, dass der Haushalt ohne neue Schulden nicht auszugleichen ist. „Tatsächlich sind es 1,8 Millionen Euro, für die wir Kredite aufnehmen müssen“, stellte Gerrit Menkens (CDU), der Vorsitzende des Finanzausschusses, fest.

Trotz der kurzfristig düsteren Aussichten stimmte der Rat dem Haushaltsplan einstimmig zu. „2016 sind wir wieder im Plus“, sagte Bürgermeister Lebedinzew voraus. Er verwies auf „positiven Ballast aus den Vorjahren“, der allerdings noch nicht einkalkuliert werden kann, weil die endgültige Abrechnung der Haushaltsjahre noch aussteht.

Mit der Vereidigung durch den stellvertretenden Bürgermeister Peter Zwiener ist der Bürgermeister jetzt voll handlungsfähig. In der Ratssitzung am Donnerstag gab es weitere Personalien: Nach 40 Jahren Tätigkeit für die Gemeinde wurde Wolfgang Martens mit Worten des Danks und Beifall in den Ruhestand verabschiedet. Zum Nachfolger als Erster Gemeinderat ist Olaf Hespe, bisher Kämmerer, schon in der letzten Ratssitzung gewählt worden. Überraschend hat am Donnerstag auch Uwe Schubert das Ausscheiden aus der Gemeindeverwaltung verkündet. Er ist im Huder Rathaus unter anderem für die Kultur, die Kinderbetreuung und internationale Kontakte zuständig. „Seit einer Woche ist klar, dass ich ab 1. März Fachbereichsleiter in der Braker Stadtverwaltung bin. Das ist eine anspruchsvolle Herausforderung mit Perspektiven“, so Schubert.