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Zukunft des Tennis in Ganderkesee Politik sichert GTV Unterstützung für neue Anlage zu

Von Dirk Hamm | 17.07.2017, 21:29 Uhr

Die Ganderkeseer Politik will dem nach jetzigem Stand ab 2019 ohne eigene Sportanlage dastehenden Ganderkeseer Tennisverein (GTV) unter die Arme greifen: Vertreter mehrerer Fraktionen sprachen sich auf dk-Nachfrage dafür aus, dass die Gemeinde die Erschließung eines neuen Tennisareals finanziell unterstützt.

Am vergangenen Freitag war bekannt geworden, dass der Verpächter Carsten Weyhausen auf dem vertraglich vereinbarten Ende der Nutzungsmöglichkeit des Tenniszentrums am Schlutterweg besteht. Ralf Kotzott, 1. Vorsitzender des GTV, betonte zugleich, dass der Verein zusammen mit der Gemeinde nach einer möglichen Alternative zum jetzigen Standort suchen wolle.

Neue Vereinsanlage könnte am Immerweg entstehen

Grundsätzlich denkbar ist dabei, dass die GTV-Spieler zukünftig am Immerweg aufschlagen, wo bereits der TSV Ganderkesee seine sportliche Heimat hat. Rechts und links der Sportanlage des TSV ist jede Menge unbebaute, landwirtschaftlich genutzte Fläche vorhanden. „Die Gemeinde ist hier nur in geringem Umfang Eigentümerin“, erklärte Peter Meyer, Fachbereichsleiter Gemeindeentwicklung, gegenüber dem dk. Ein zu lösendes Problem bei einem hypothetischen Umzug des GTV an den Immerweg sei die Verkehrserschließung. Denn der Immerweg sei die einzige Zufahrt zu den Sportstätten, einige Anwohner hätten sich schon über den Verkehr beklagt.

Kaum geeignete Grundstücke zur Verfügung

Eine Ausweichlösung für die Tennisplätze am Schlutterweg zu finden, dürfte sich generell schwierig gestalten. Denn Meyer gibt zu bedenken, dass das „Grundstückskorsett“ im Hinblick auf eine solche Sportstätte in Ganderkesee „äußerst dürftig“ sei.

Unterstützung nach Förderrichtlinien der Gemeinde

Hinsichtlich der Finanzierung einer möglichen neuen GTV-Sportstätte verweist die Ganderkeseer CDU-Vorsitzende Cindy Klüner auf „klare Förderrichtlinien“ in der Gemeinde. Demnach seien alle Vereine gleichzubehandeln. Wenn der GTV aber eine vernünftige Planung mit einem finanziellen Eigenanteil vorlege, lasse die Gemeinde den Verein nicht fallen. Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Oetken sagte, auch seine Partei wolle bei einem guten Konzept eine finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde mittragen.

Derzeit kein Bebauungsplan für Gelände am Schlutterweg

Befragt nach der Zukunft der Sportanlage am Schlutterweg, sprach Peter Meyer von „ungefangenen Fischen“, da im Moment weder der künftige Eigentümer noch dessen Absichten bekannt seien. Einen Bebauungsplan gibt es laut Meyer für die Fläche nicht. Im Flächennutzungsplan der Gemeinde sei sie als „Sondergebiet Freizeitzentrum“ ausgewiesen. Um dort Wohnbebauung zu ermöglichen, müsse entweder ein Bebauungsplan aufgestellt oder eine Genehmigung des Landkreises eingeholt werden. Die könne aber nur erteilt werden, wenn das Gebiet nicht als Außenbereich eingestuft wird.