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Zusätzliche Mittel ab 2015 Kreis Oldenburg will Grundwasser stärker kontrollieren

Von Katja Butschbach | 12.01.2015, 18:52 Uhr

Nachdem Grundwasserproben 2014 im Landkreis eine hohe Nitratbelastung gezeigt haben, will die Verwaltung nun engmaschiger kontrollieren. Weitere Haushaltsmittel sollen zur Verfügung gestellt werden.

An mehr Stellen als bislang will der Landkreis Oldenburg die Grundwasserqualität testen. Langfristig sollen im Kreisgebiet insgesamt 50 Brunnen für entsprechende Proben zur Verfügung stehen. Ab diesem Jahr werden dafür auch weitere Haushaltsmittel bereit gestellt.

Bei dem im November vergangenen Jahres zu Ende gegangenen Projekt „Grundwassergüte im Landkreis“ wurden aus 40 Brunnen Proben entnommen. Das Ergebnis: eine besorgniserregende Nitratbelastung im Grundwasser.

Bei mehr als der Hälfte der Brunnen Grenzwerte überschritten

Bei mehr als der Hälfte der Brunnen wurde laut Kreisverwaltung der zulässige Grenzwert von 50 Milligramm Nitrat pro Liter nach der Grundwasserverordnung und der EU-Wasserrahmenrichtlinie überschritten.

Laut Landkreis ist es unerlässlich, hier gegenzusteuern. Zu den Mitteln sollen verstärkte Öffentlichkeitsarbeit mit Einbindung der Landwirtschaft und eine Intensivierung der Kontrollen gehören. Hier habe man 2014 bereits erste Schritte eingeleitet. Innerhalb der Wasserschutzgebiete seien die Kontrollen erheblich verstärkt worden. „Damit die Datenlage noch weiter verbessert wird, soll das Programm dauerhaft fortgeführt und durch weitere Brunnen ergänzt werden“, erläutert die Verwaltung.