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Zuschuss und Grundstück gewünscht Ganderkeseer Tennisverein hofft auf Hilfe durch Gemeinde

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 14.11.2017, 07:24 Uhr

Weil der Ganderkeseer Tennisverein zum 31. Dezember 2018 sein Domizil am Schlutterweg verliert, muss eine neue Lösung her. Heiko Kuhrke, 2. Vorsitzender des Vereins, hat jetzt ein Konzept vorgelegt, wie es weitergehen soll. Dabei setzt er auf die Unterstützung seitens der Gemeinde.

Die Mitglieder des Ganderkeseer Tennisvereins (GTV) hoffen auf Unterstützung durch die Gemeinde, damit auch nach dem Ende des nächsten Jahres weiterhin Tennis im Ort gespielt werden kann. Sie wünschen sich einen Zuschuss in Höhe von 150.000 Euro für den Neubau eines Klubheims mit Sanitäranlagen und Sozialräumen und ein voll erschlossenes Grundstück zur Errichtung der Tennisanlage, das von der Gemeinde zur Verfügung gestellt werden soll.

Über diesen Antrag des Vereins wollen die Mitglieder des Ausschusses für Schulen, Jugend und Sport in ihrer nächsten öffentlichen Sitzung am Mittwoch, 15. November, beraten. Beginn ist um 18 Uhr im Rathaus.

Kündigung zum 31. Dezember 2018

Wie berichtet hatte Carsten Weyhausen, Eigentümer der Tennisanlage am Schlutterweg, nach monatelangen Querelen Mitte dieses Jahres die Kündigung zum 31. Dezember 2018 ausgesprochen. „Eine weitere Nutzung als Tennisanlage ist danach ausgeschlossen“, hatte der Verpächter erklärt.

Neues Konzept des GTV

Inzwischen hat die Vereinsspitze um ihren 2. Vorsitzenden Heiko Kuhrke ein Konzept ausgearbeitet, wie es mit dem Verein, mit den Tennis- und Boulespielern, weitergehen könnte, und mittlerweile auch mit dem Ersten Gemeinderat Rainer Lange diskutiert. Dabei ging es unter anderem darum, dass möglicherweise ein neuer Tennisverein gegründet werden soll, der das komplette, auf über eine Million Euro geschätzte Projekt mit Außenanlage, Halle und Klubheim als Bauherr übernimmt, „wobei das Grundstück von der Gemeinde Ganderkesee zur Verfügung gestellt wird“, so Kuhrke in einem Schreiben an die Verwaltung. Außerdem sei darüber gesprochen worden, ob der TSV Ganderkesee mit ins Boot geholt werden sollte.

Wunsch: Tennissport im Ort erhalten

Wo die neue Anlage entstehen könnte, ist noch nicht geklärt. Erste Vorstellungen machten allerdings bei vielen Bürgern schon mal die Runde: Tennis könnte künftig nahe der TSV-Sportanlage am Immerweg gespielt werden. Im Ausschuss soll es allerdings zunächst nur um die Bitte des GTV an Politik und Verwaltung gehen, dabei mitzuhelfen, den Tennissport in Ganderkesee zu erhalten, nachdem es bereits im Sommer positive Signale seitens der Politik gegeben hatte.

Der Tenor damals: Wenn der GTV eine vernünftige Planung mit einem finanziellen Eigenanteil vorlege, lasse die Gemeinde den Verein nicht fallen. Dabei verwies CDU-Fraktionschefin Cindy Klüner allerdings auf „klare Förderrichtlinien“ in der Gemeinde und auf die Gleichbehandlung aller Vereine. Schließlich gewährt die Gemeinde Vereinen und Verbänden auf der Grundlage der Richtlinie für die außerschulische Sportförderung lediglich einen Zuschuss in Höhe von bis zu 50.000 Euro.

Hoffen auf Kreis und Sportbund

Um sein Projekt finanzieren zu können, hofft der GTV aber nicht nur auf Unterstützung durch die Gemeinde. Er setzt auch auf finanzielle Hilfe seitens des Landkreises, des Landessportbundes und der Vereinsmitglieder.