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Zustellungsprobleme Großer Ärger wegen verspäteter Post im Raum Delmenhorst

Von Biljana Neloska | 21.01.2019, 19:31 Uhr

Eine Schierbrokerin beschwert sich über zu spät zugestellte Post. Jetzt melden sich zahlreiche Leser zu Wort und klagen über dasselbe Problem.

Wenn die Post wieder mal später kommt“ – in diesem Artikel beschwert sich Hildburg Mester aus Schierbrok, dass ihre Postzustellung seit einem Vierteljahr zu spät bei ihr ankommt. Mit diesem Problem scheint die Schierbrokerin nicht allein zu sein, wie die Reaktion unserer Leser zeigt.

Anwohner aus Delmenhorst berichten, sie erhielten tagelang keine Post, dann aber wieder platze der Briefkasten beinahe. „Das ist besonders ärgerlich, wegen dadurch verpassten Terminen oder Rabatt-Aktionen von Lieferanten. Unser Vertrag mit dem Stromlieferanten läuft aus. Das Schreiben dazu hätte uns zu spät erreicht. Wir wären, in einem teuren Normal-Tarif gelandet, wenn wir uns nicht schon selbst dort gemeldet hätten“ so die Delmenhorster.

Beschwerden bei der Post würden nicht viel bringen. „Da gehen einem viele Gedanken durch den Kopf. War die Privatisierung und Abschaffung der Post und des Beamtentums doch ein Fehler? Sparen die DHL-Manager auf Kosten der Kunden und zugunsten des Profits?“.

Auch Problem in Bookholzberg

Auch in Bookholzberg kämpfe man mit dem gleichen Problem. „Bei Briefen, bei denen wir umgehend eine Antwort zurücksenden sollen, rufen wir jetzt schon immer den Absender an und geben Bescheid, dass die Post bei uns erst so spät kommt. Oder wir liefern unsere Antwortschreiben persönlich ab“, so die Leserin aus Bookholzberg.

„Die Benachrichtigung meines Sperrguttermins kam so spät, dass der Termin bereits verstrichen war. Ansonsten kommt hier montags so gut wie nie Post an, dafür mittwochs aber umso mehr. Auch hier sind die Briefe manchmal tagelang unterwegs. Das gilt auch für den Weg von Delmenhorst nach Delmenhorst“, schreibt ein Facebook-Nutzer. Ihre Post demnächst selbst austeilen, möchte eine Delmenhorster Leserin zumindest in der nächsten Weihnachtszeit. Vergangenes Jahr habe sie ihre Weihnachtspost am 19. Dezember um 11.45 Uhr eingeworfen, in der Hoffnung, dass diese ein oder zwei Tage später ankäme, „aber ich hatte die Rechnung ohne die Post gemacht“. Angekommen seien sie Briefe alle erst nach Weihnachten.

Das sagt die Post dazu

Und was sagt die Post zu dieser Unzufriedenheit? „Wenn Ihre Leser den Eindruck haben, dass sie nicht in der gewohnten Qualität mit Paketen und Briefen versorgt werden, nehmen wir das ernst. Wir stellen bundesweit grundsätzlich montags bis samstags zu. Dabei ist der Montag mit nur knapp fünf Prozent der Wochenmenge der sendungsschwächste Tag der Woche. Ganz normal also, wenn viele Privatkunden am Montag keine Post bekommen, weil einfach nichts da war, was wir hätten zustellen können“,sagt Maike Wintjen, Sprecherin der Deutschen Post. Natürlich könne es bei einem so flächendeckenden Geschäft immer wieder auch mal zu betrieblichen Herausforderungen kommen, für die es ganz unterschiedliche Gründe gebe, von kurzfristigen Erkrankungen über Witterungseinbrüche bis hin zu menschlichen Fehlern, teilt die Sprecherin mit. „Wir sind immer bereit, den konkreten Fällen nachzugehen. Dafür bieten wir unseren Kunden zahlreiche Kontaktmöglichkeiten, wie den klassischen Anruf auf der zentralen Kunden-Hotline oder unsere Social-Media-Kanäle“, so Wintjen.