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Zustimmung des Ausschusses Weg für weitere Seniorenwohnungen in Ganderkesee frei

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 25.11.2016, 14:23 Uhr

Grünes Licht vom Ausschuss für Gemeindeentwicklung für den Bebauungsplan 225 „Nördlich Adelheider Straße“: Dort soll es künftig weitere Betreuungsplätze für Kinder sowie Wohnungen für Senioren geben.

Mehrheitlich haben die Mitglieder des Ganderkeseer Ausschusses für Gemeindeentwicklung am Donnerstagabend dem Bebauungsplan 225 „Nördlich Adelheider Straße“ zugestimmt. Für den Plan der Fläche zwischen Montessori-Kinderhaus, Wohnpark „Am Fuchsberg“ und Freibad stimmten zwölf Ausschussmitglieder. Nur Thorsten Busch von der UWG sah noch Beratungsbedarf und lehnte den Beschlussvorschlag ab.

Montessori-Kinderhaus soll erweitert werden

Auf dem Areal sollen das benachbarte Montessori-Kinderhaus vergrößert und dadurch zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder geschaffen werden. Im übrigen Bereich möchte Investor Friedhelm Clasen, der auch Geschäftsführer des Wohnparks ist, Seniorenwohnungen in Ein- und Mehrfamilienhäusern errichten und sowohl Servicewohnen als auch Plätze in Wohngemeinschaften anbieten. Vor der Abstimmung hatte Franziska Lüders vom Planungsbüro Plankontor im Detail über den Bebauungsplan sowie über zwei private Stellungnahmen informiert. Dabei sei unter anderem von einer „Gefälligkeitsplanung für einen bestimmten Investor“ die Rede. Außerdem sei der Plan insgesamt infrage gestellt worden. Weitere Fragen habe es zu Parkmöglichkeiten, zu den Geschosshöhen der geplanten Gebäude und zur Oberflächenentwässerung gegeben. Schließlich dürfe es keine höhere Belastung für die Dummbäke geben.

CDU will schnellen Kinderhaus-Ausbau

CDU-Fraktionschefin Cindy Klüner betonte, es sei wichtig, dass die Geschosshöhen in Richtung Ortsmitte weiter runtergingen. Anders als Busch sah sie keinen Beratungsbedarf mehr. „Wir wollen das Kinderhaus so schnell wie möglich erweitern. Dieser Ausbau wäre sonst gefährdet“, so die Ratsfrau.

Bei Starkregen See auf Adelheider Straße?

Rolf Oetken (SPD) findet den Bau „von seniorengerechten Wohnungen ganz toll“. Sie müssten aber auch bezahlbar sein, „sonst muss man auf den Investor einwirken“. Arnold Hansen, Fraktionschef der Freien Wähler, wollte wissen, ob künftig bei Starkregen mit einem See auf der Adelheider Straße zu rechnen sei und – in Bezug auf die vielen Wild-Parker am Wohnpark, die das Freibad besuchen - wie viele neue Parkflächen es geben würde. Zu Parkplätzen habe sie keine Informationen, so Franziska Lüders. Zum Thema Kanalsystem sagte sie: „Bei Regen muss es funktionieren.“

Für Planänderung in Hoyerswege

Mehrheitlich haben die Ausschussmitglieder ebenfalls für die Änderung des Flächennutzungsplanes in Hoyerswege gestimmt. In dem Bereich östlich der B213, südlich des Holzkamper Damms und nördlich der Straße An der Hackhorst will der Schützenverein Hoyerswege eine Sport- und Schießanlage mit Zufahrt und Stellplätzen errichten. Nur Michael Sorg von den Grünen votierte gegen die Änderung. Seine Begründung: Es gebe einen ökologisch sehr interessanten Bereich mit altem Baumbestand.