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Zuwachs von 61 Betrieben Gemeinde Ganderkesee gewinnt immer mehr Unternehmen

Von Julia Dutta | 22.01.2015, 19:01 Uhr

Ganderkesee bleibt ein beliebtes Pflaster für neue Unternehmen: 239 Gewerbeanmeldungen hat es 2014 gegeben, 382 neue Arbeitsplätze sind geschaffen worden.

Insgesamt 239 Gewerbeanmeldungen gingen im vergangenen Jahr bei der Gemeinde Ganderkesee ein. Damit liegt die Anzahl auf Vorjahresniveau und erneut deutlich höher als die der Abmeldungen. „Insgesamt können wir eine Zunahme um 61 Gewerbe verbuchen“, freut sich Wirtschaftsförderin Christa Linnemann. Gut die Hälfte der neuen Betätigungen würde im Haupterwerb betrieben.

Bei rund jeder achten Gewerbeanmeldung im Jahr 2014 wurden auch Arbeitsplätze registriert, und zwar insgesamt 382 Vollzeitarbeitsplätze. „Davon entfallen allerdings rund 80 Prozent allein auf das Netto-Logistikzentrum im Gewerbegebiet Ganderkesee-West“, erläutert Linnemann diese hohe Zahl.

Die meisten Gewerbeanmeldungen stammten von Existenzgründern, die überwiegend allein oder mit maximal einem Mitarbeiter starten würden. Hinzu kämen insgesamt 103 Teilzeitbeschäftigungen. Im Gegenzug gingen mit den Gewerbeabmeldungen 39 Vollzeit- und 48 Teilzeitstellen verloren.

Insgesamt bestanden zum 30. Juni 2014 laut Bundesagentur für Arbeit 7.432 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse in der Gemeinde. Dies stellt ein Plus von rund drei Prozent gegenüber dem Vorjahr dar. „Und dabei sind in dieser Zahl die Netto-Beschäftigten noch nicht einmal enthalten“, unterstreicht die Wirtschaftsförderin die positive Entwicklung am Ganderkeseer Arbeitsmarkt. Gut jeder dritte Beschäftigte kommt aus der Gemeinde selbst, die übrigen pendeln allmorgendlich aus dem Umland ein. Im Gegenzug gingen 8.799 Ganderkeseer einer Beschäftigung außerhalb der Gemeinde nach.

Rund ein Drittel der Gewerbeanmeldungen wurde von Frauen getätigt. Im Vorjahr waren es nur 27 Prozent. Auch der jüngste Gründer in 2014 war mit 18 Jahren eine Frau. Das höchste Alter unter den Anmeldern lag bei 71 Jahren. Während 19 Prozent der neuen Unternehmer außerhalb Deutschlands geboren wurden, haben nur rund sieben Prozent eine ausländische Staatsangehörigkeit.

Erneut lag der Einzelhandel, zu dem auch der Onlinehandel zählt, vorne. Jedes siebte neue Gewerbe entfiel auf diesen Wirtschaftszweig. Auf den Plätzen zwei und drei folgten sonstige Dienstleistungen (neun Prozent), zu denen beispielsweise Friseur- und Kosmetiksalons zählen, und der Großhandel (acht Prozent).