Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

ZWAIG deckt mit „Identifind“ zur Berufsorientierung Stärken Jugendlicher auf Spielerisch zum Traumberuf

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 28.03.2017, 17:55 Uhr

Die Schulbehörde empfiehlt „Identifind“ fürs Aufdecken von Talenten. Der Verein ZWAIG geht mit dem Spiel in Schulen in Ganderkesee und Umgebung.

Der Verein Zukunftswerkstatt Ausbildungsplatzinitiative Ganderkeseee (ZWAIG) bietet Schulen in Ganderkesee und Umgebung einen spielerischen Weg an, Schüler bei der Berufsorientierung zu unterstützen. ZWAIG kommt mit dem Aktionsspiel „Identifind“ in Lerngruppen des 8. Jahrgangs, bringt zwei Betreuer mit und benötigt dann nur noch Schüler, die mitmachen, und einen oder zwei Lehrer, die einen rund dreistündigen aufschlussreichen Spieltag begleiten.

Premiere an Förderschule

Die ZWAIG-Ehrenamtlichen Rolf Stiening, Sabine Burgdorf und Norbert Klüh – Klüh in Doppelfunktion auch als Lehrer – haben das Spiel am Dienstag erstmals in der Förderschule am Habbrübber Weg in Ganderkesee eingesetzt. Am Ende waren sie vom Verlauf des Vormittags genauso begeistert wie Klassenlehrerin Stephanie Albers und vor allem die Jugendlichen. „Das macht richtig viel Spaß“, sagt Leon, und andere kommentieren seine Aussage beifällig.

Neues Ziel erkannt

Lukas, bis dahin ohne Plan, hat nun ein festes Ziel für den weiteren Werdegang nach dem angepeilten Schulabschluss im nächsten Jahr vor Augen: „Ich will Dachdecker werden“, erklärt er im Brustton der Überzeugung. Und Gina zählt zu den voll bestätigten Schülern. Sie will in die Altenpflege. Die Mitschüler in ihrer Arbeitsgruppe bestätigen am Ende des Spiels, dass das Ziel gut zu ihren Eigenschaften passt, die im Spielverlauf herausgekitzelt worden sind. „Aufschlussreich“ nennt Lehrer Klüh auch Jennys Spielergebnis: Sie wollte vorher schon Fliesenlegerin werden und will es auch jetzt noch, obwohl im Spielverlauf nichts darauf hingedeutet hat, dass dieser Weg für sie richtig ist. „Es ist wichtig, dass die Lehrer dabei sind und die Ergebnisse im folgenden Unterricht berücksichtigen“, sagt Klüh. Unter anderem gelte es, Plätze für Schnupper- und Langzeitpraktika aufzuspüren.

Hilfreiche Spenden

Das Spiel zum Aufdecken der Stärken der Jugendlichen hat ZWAIG gebraucht, aber bestens erhalten für 6500 Euro plus Verbrauchsmaterial erstanden. „Namhafte Spenden der LzO und der EWE-Stiftung und ein kleinerer Beitrag des Bezirksverbands Oldenburg haben uns den Erwerb ermöglicht“, berichtet der ZWAIG-Vorsitzende Stiening.