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Zweitägiges Praktikum Geflüchtete schnuppern bei Huder Betrieben

Von Mareike Bader | 21.04.2018, 12:42 Uhr

Erfahrung und Tatendrang zeigten 19 Geflüchtete bei den betrieblichen Schnuppertagen in Trotz fehlender Deutschkenntnisse konnten viele überzeugen.

In der vergangenen Woche haben 19 Geflüchtete in der Gemeinde Hude die Möglichkeit bekommen, in zwölf Betrieben ein zweitägiges Praktikum zu absolvieren. „Wir wollten die Gelegenheit bieten, in verschiedene Arbeitsbereiche hineinzuschnuppern, berufliche Neigungen zu entdecken und Kontakt zu den Betrieben vor Ort aufzubauen“, erläutert Ute Frankenfeld, Integrationsbeauftragte des Landkreises Oldenburg, die die betrieblichen Schnuppertage zusammen mit den Willkommenslotsen der Kammern organisierte.

Die Praktikanten brachten teils eigene Erfahrungen mit. Azizullah Rajabi war in seiner Heimat Afghanistan Landwirt und ist selbstsicherer und eigenständiger aufgetreten als junge Schulpraktikanten. „Er hat angepackt und hat die Arbeit gesehen“, berichtet Thomas Renken, Geschäftsführer der Firma Toma Holzbau.

Rajabi habe mit dem Gesellen auf dem Betriebsgelände gearbeitet. Trotz der sprachlichen Schwierigkeiten hätten sich beide aber gut verständigen können. Eine Ausbildung ist für Rajabi hier noch nicht in Sicht. Ein weiteres Praktikum sei aber denkbar, stellt Renken in Aussicht.

Landkreis und Kammern wurden von Ehrenamtlichen unterstützt

Die Organisatoren des Landkreises sowie der Handwerkskammer (HWK), Landwirtschaftskammer und Industrie- und Handelskammer danken der Unterstützung durch das Netzwerk Asyl und die Flüchtlingssozialarbeit der Diakonie. Denn es galt, die Praktikumsplätze nach Interesse der Bewerber zu besetzen und auch den zeitlichen Ablauf zu koordinieren. „Ohne die Ehrenamtlichen hätten wir die betrieblichen Schnuppertage nur schwerlich koordinieren können“, sagt Marco Janssen von der HWK Oldenburg.