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Zweite Grundschule setzt Programm um Weniger Streit durch das „Respect“-Projekt

Von Andreas Satzke, Andreas Satzke | 08.12.2016, 18:21 Uhr

In der Grundschule Lange Straße führt „!Respect“ bereits seit Jahren zu Erfolgen. Coach Oliver Henneke ist nun auch in der Grundschule Dürerstraße aktiv.

Ganderkesee. Viertklässler rasen durch die Sporthalle, begleitet von Schreien und Bälle werfen. Was auf den ersten Blick wirkt wie ganz normaler Sportunterricht, ist Teil des Präventionstrainings „Respect“, das seit dem 21. November auch in der Grundschule Dürerstraße stattfindet. Es soll Zusammenarbeit und Kommunikation schulen. Denn es geht bei dem Projekt um den Umgang miteinander sowie darum sich selbst Respekt zu verschaffen und Eigenständigkeit zu entwickeln.

Nach den Erfolgen, die damit an der Grundschule Lange Straße bereits seit einigen Jahren erreicht werden , ist nun auch eine zweite Grundschule in Ganderkesee Teil des Programms.

Das Miteinander ist besser geworden

„Ich habe die vielen guten Ergebnisse in der Grundschule Lange Straße gesehen und direkt mit Herrn Henneke gesprochen“, erklärt Schulsozialarbeiterin Edna Rüdig, die an beiden Schulen aktiv ist. Die Streitereien seien dort zurückgegangen, das Miteinander besser geworden. Oliver Henneke ist Gründer und Vorstand des „Respect“-Vereins und trainiert insgesamt drei Wochen Schüler in ihrem Umgang miteinander. Das Projekt wird zu zwei Dritteln von der Sparda-Bank Hannover gefördert, der Rest des Geldes kam vom Schulförderverein sowie aus Eigenbeiträgen der Eltern. „Wir haben die Eltern vorher ausgiebig darüber informiert, denn das Projekt soll ja auch langfristig etwas bringen“, sagt Schulleiter Frank von der Aa.

„Jugendgewalt ist nicht schlimmer geworden“

„Es ist nicht so, dass die Jugendgewalt schlimmer geworden ist“, erklärt Henneke. Viel mehr habe sich der Erziehungsprozess verändert. „Vieles davon verlagert sich in die Schulen und muss dort aufgefangen werden“, so Henneke weiter. „Ich setze noch vor dem Entstehen von Gewalt an, ein respektvoller Umgang im Schulalltag ist mir wichtig.“

„Die Überlegung, etwas für den Zusammenhalt zu tun, um den Schülern Konfliktlösungswege aufzuzeigen, kam vor einem Jahr auf“, informiert Frank von der Aa. Eine Streitschlichter-AG gibt es in der Schule bereits. „Aber damit können wir nicht alles auffangen, oft werden Konflikte aus den Pausen mit in den Unterricht getragen“, sagt von der Aa. „Für Schüler ist es sehr wichtig, dass Konflikte geklärt werden, sonst können sie sich nicht auf den Unterricht konzentrieren“, bestätigt Edna Rüdig.