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Zweite Koordinatorin vorgestellt Hospizkreiskreis Ganderkesee verstärkt das Team

Von Antje Cznottka | 15.01.2015, 16:38 Uhr

Zur Verstärkung des Hospizkreises Ganderkesee hat der Verein eine neue Koordinatorin ins Boot geholt. Mit ihrer Unterstützung soll die Qualität der Vereinsarbeit gewährleistet und neue Projekte entwickelt werden.

Die ersten Tage als zweite Koordinatorin des ambulanten Hospizkreises Ganderkesee waren für Sina Bachmann sehr spannend. „Ich habe einen Einblick in die Vereinsstrukturen gewonnen und finde langsam heraus, wie alles funktioniert“, berichtet Bachmann, die seit Januar die langjährige erste Koordinatorin Linda Bahr unterstützt. Die beiden übernehmen ab sofort gemeinsam die Vermittlung der ehrenamtlichen Sterbebegleiter. Nach der Eingewöhnungsphase stellte der Vorstand Bachmann am Mittwochabend den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Vereins vor.

„Wir haben uns entschlossen eine weitere Koordinatorin ins Boot zu holen, um die Arbeit des Hospizkreises weiter in der Qualität zu gewährleisten, wie wir sie uns vorstellen“, erklärt Bahr. Der Hospizkreis feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Seit der Gründung des Vereins ist das Angebot stetig gewachsen. Allein die Erstgespräche nehmen viel Zeit in Anspruch , weil die Koordinatorin die Gegebenheiten und Wünsche der Sterbenden und ihrer Angehörigen kennenlernen müsste, um dann den Einsatz der Sterbebegleiter koordinieren zu können. „Andere Bereiche wie die Presse- oder Jugendarbeit liefen dann nur am Rand mit“, berichtet Bahr.

Mit Bachmanns Unterstützung bliebe nun auch wieder Zeit, um Ideen und Projekte zu entwickeln und in die Tat umzusetzen. So würde Bachmann gern die Arbeit mit Kindern vertiefen. „Es ist eine spannende Aufgabe, die Hospizarbeit Kindern in Schulen oder Kindergärten zu erklären“, sagt Bachmann, die selbst Mutter einer fünfjährigen Tochter ist.

Ihr erstes Orientierungsgespräch hat die examinierte Krankenschwester am Mittwoch bereits geführt. Es sei schon eine Aufgabe, die Arbeit des Vereins mit 165 Mitgliedern, davon 72 aktive Ehrenamtliche, zu organisieren. „Aber alle melden sich freiwillig und zeitnah. Dieses Engagement erleichtert die Arbeit sehr und ist eine tolle Erfahrung“, gibt sich Bachmann beeindruckt. „Schon als junge Krankenschwester lag mir die Begleitung sterbender Patienten und ihrer Angehöriger am Herzen. Allerdings fehlte mir dabei immer etwas. So war schnell klar, dass ich in den Palliativbereich gehen will“, beschreibt Bachmann. „Ich möchte den Menschen ein würdiges Verabschieden ermöglichen.“