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Zweiter Seuchenausbruch in kurzer Zeit Geflügelpest breitet sich in Großenkneten weiter aus

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 28.03.2017, 19:15 Uhr

Im Landkreis Oldenburg gibt es einen weiteren - den mittlerweile achten - Fall von Geflügelpest in einem Putenmastbetrieb. Das meldete die Kreisverwaltung am Dienstagnachmittag.

Die 7.000 Putenhähne in dem Betrieb werden getötet. Ebenfalls werden gut 8.000 Puten einer mit dem Ausbruchsbetrieb verbundenen zweiten Mastanlage getötet. Die beiden Betriebe wurden gemeinsam betreut und mit gemeinsamen Gerätschaften bearbeitet, so dass eine Tötung aus Sicht des Landkreises angeordnet werden musste. Das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hatte zunächst das Virus H5 nachgewiesen. Mittlerweile hat das Referenzlabor des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) amtlich bestätigt, dass es sich um die für Geflügel hochansteckende Variante H5N8 handelt.

Zweiter Ausbruch innerhalb kurzer Zeit

Erst am vergangenen Dienstag, 21. März, waren nach einem Geflügelpestausbruch in Großenkneten-Halenhorst 17.000 Puten vorsorglich getötet worden. Als weitere Maßnahme zur Seuchenbekämpfung wird der Landkreis Oldenburg einen Sperrbezirk im Radius von drei Kilometern um den Ausbruchsbetrieb einrichten und das bereits bestehende Beobachtungsgebiet anpassen.

Besonders hohe Tierdichte

In dem Beobachtungsgebiet samt Sperrbezirk liegen 317 geflügelhaltende Betriebe mit rund 3,6 Millionen Tieren.

 Erst am Freitag hatte der Landkreis Oldenburg eine nachhaltige Reduzierung der Geflügeldichte angekündigt. Die Kreisverwaltung wolle darum in den ausgewiesenen Beobachtungsgebieten bis auf Weiteres keine Wiederaufstallung von Puten, Enten und Legehennen zulassen, hieß es. In der Gemeinde Großenkneten sind laut Angaben der Kreisverwaltung von vergangenem Freitag aktuell 12.093 Stück Geflügel pro Quadratkilometer eingestallt.