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Zwölf Flüchtlinge erwartet Vier syrische Familien die Ersten in Ganderkeseer Mobilhalle

Von Thomas Deeken | 09.11.2015, 18:40 Uhr

Vier Familien aus Syrien mit insgesamt zwölf Personen werden in dieser Woche in Ganderkesee erwartet. Sie werden die ersten Flüchtlinge sein, die in der neuen Mobilhalle am Habbrügger Weg untergebracht werden. Das teilte Meike Saalfeld von der Gemeinde Ganderkesee auf Anfrage mit.

 

Abgesehen von ein paar Kleinigkeiten sei die Mobilhalle im Stadion am Wochenende dank der zahlreichen freiwilligen Helfer nahezu komplett eingerichtet worden. „Hier und da fehlt vielleicht noch ein Eimer“, sagt Saalfeld. Das werde in den nächsten Tagen aber noch alles geregelt.

261 Flüchtlinge in der Gemeinde

Bisher sind laut Rainer Heinken, Fachdienstleiter Soziales, 261 Flüchtlinge in der Gemeinde untergekommen. Davon sind 123 Männer, 58 Frauen und 80 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Die meisten von ihnen kommen Heinken zufolge aus Albanien (94) und Syrien (83). Außerdem kommen Flüchtlinge aus dem Irak (16), Afghanistan (13), dem Kosovo (12), Mazedonien (10) und zehn anderen Ländern von Algerien über Libanon bis hin zum Sudan.

Dezentrale Unterbringung angestrebt

40 Personen sind in zehn gemeindeeigenen Wohnungen untergebracht, 88 in 19 von der Gemeinde angemieteten Wohnungen. Außerdem hätten Flüchtlinge mithilfe der Ganderkeseer Verwaltung inzwischen selbst insgesamt 17 Wohnungen gemietet. 46 Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche seien mittlerweile in diesen Gebäuden zuhause. Darüber hinaus sind nach Angaben des Fachdienstleiters 48 Flüchtlinge in drei Gemeinschaftsunterkünften untergebracht (Hollen, Schwimmerheim und ehemalige FTZ). Und 39 Personen warten in der Turnhalle am Habbrügger Weg auf eine Nachricht, wie es weitergeht. Jeweils 75 Plätze bieten die Mobilhallen in Ganderkesee, die jetzt fertiggestellt worden ist, sowie in Bookholzberg, die in den nächsten Wochen am Wellenhofsweg aufgebaut werden soll. Große Hallen sollen laut Heinken aber nur Zwischenlösungen sein. Nach wie vor werde die dezentrale Unterbringung angestrebt.

Die meisten leben die Ganderkesee

Die meisten Flüchtlinge leben laut Verwaltung derzeit in Ganderkesee (143 auf 9466 Einwohner). Weitere Ortschaften sind Grüppenbühren einschließlich Hollen (36/453), Falkenburg (25/662), Bookholzberg (21/5143), Schönemoor (17/441), Schierbrok (5/1638), Stenum (5/1106), Hoyerswege (4/372), Immer (3/401) und Havekost (2/165). „Es gibt aber auch Orte und Bauerschaften, wo noch eine Null steht“, informierte Heinken bei der Infoveranstaltung Anfang November – zum Beispiel in Heide (3759 Einwohner), Elmeloh (1457) oder Hoykenkamp (1209).