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Grüne Flüssigkeit läuft aus Container Unbekannte Flüssigkeit löst Großeinsatz in Stuhr aus

Von Jan Eric Fiedler | 19.09.2019, 11:16 Uhr

Eine unbekannte Flüssigkeit hat am Mittwochabend einen Großeinsatz bei einer Spedition in Stuhr-Seckenhausen ausgelöst. Spezialkräfte der Gefahrgutstaffel mussten anrücken.

Laut Mitteilung der Feuerwehr Stuhr wurden am frühen Mittwochabend zahlreiche Kräfte aus dem nördlichen Landkreis Diepholz zu dem Gefahrguteinsatz nach Seckenhausen alarmiert. Auf dem Gelände einer Speditionsfirma war einer Lastwagenfahrerin beim Betanken ihres Fahrzeug eine grünliche Flüssigkeit aufgefallen, die aus dem Container lief, den sie transportieren sollte. Neben den Ortsfeuerwehrem Seckenhausen, Fahrenhorst und Brinkum rückten auch der Rettungsdienst und die DRK Bereitschaft sowie der Fachzug Gefahrstoff Nord der Kreisfeuerwehr mit einem großen Kräfteaufgebot nach Seckenhausen aus.

Mitarbeiter werden betreut

Elf Mitarbeiter waren zusammen mit der Fahrerin in dem Hallenbereich tätig gewesen, drei weitere waren zumindest in der Nähe. Sie wurden vom Rettungsdienst untersucht und anschließend gemeinsam mit der DRK Bereitschaft betreut. Verletzt wurde laut Feuerwehr niemand. Die Betroffenen mussten allerdings so lange vor Ort bleiben, bis geklärt war, mit welchem Stoff sie möglicherweise in Berührung gekommen waren.

Zahlreiche Gefahrstoffe geladen

Bis diese Erkenntnis kam mussten sie knapp drei Stunden warten: Zunächst wurde der Gefahrenbereich abgesperrt und ein Brandschutz durch die Feuerwehren sichergestellt. Unter die Leckage hatten die Mitarbeiter bereits eine Auffangwanne gestellt, so dass sich der Stoff nicht weiter ausbreiten konnte. Die Spezialkräfte der Gefahrgutstaffel der Kreisfeuerwehr sichteten die Ladepapiere, nach denen in dem Container verschiedene Gefahrstoffe und andere Güter transportiert wurden.

Probe unter Vollschutz

Ob es sich bei der auslaufenden Flüssigkeit um einen der aufgelisteten Gefahrstoffe handelte, konnte laut Feuerwehr zunächst nicht mit Sicherheit gesagt werden. Empfänger und Absender der Wäre wurden kontaktiert. Nachdem auch die Messstaffel einsatzbereit war, wurde zusammen mit dem Fachberater Gefahrstoff der Berufsfeuerwehr Bremen beschlossen, unter Vollschutz eine Probe zu nehmen und mit einem Messgerät der Berufsfeuerwehr zu analysieren. Diese Probenmessung brachte letztlich die Gewissheit: Bei dem ausgelaufenen Stoff handelte es sich lediglich um das in größeren Mengen geladene Frostschutzmittel. Der Einsatz der Feuerwehr war anschließend beendet, da die Leckage am Folgetag durch den Transporteur beseitigt werden kann. Die vorsorglich vor Ort betreuten Mitarbeiter konnten gehen.