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16 Millionen Euro investiert Sanierung der KGS Brinkum ist offiziell abgeschlossen

Von Dirk Hamm | 19.01.2019, 11:39 Uhr

Jahrelang war die KGS Stuhr-Brinkum eine Dauerbaustelle. Jetzt ist die Sanierung offiziell abgeschlossen. Sie hat 16,2 Millionen Euro gekostet.

Eine Menge hat im Argen gelegen vor gut zehn Jahren an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Stuhr-Brinkum: Die technische Ausstattung war nicht mehr auf dem neuesten Stand, Wärmedämmung und Brandschutz waren mangelhaft – und der grüne Teppichboden führte laut Schulleiter Michael Triebs schon ein Eigenleben. Beinahe ein Jahrzehnt des Sanierens später erstrahlt die Schule in neuem Glanz, wie sich zahlreiche Vertreter aus Politik und Verwaltung am Freitagnachmittag vor Ort selbst überzeugen konnten.

Ursprünglich 14,7 Millionen Euro veranschlagt

Denn in der Aula wurde mit einer Einweihungsfeier das Ende des Großprojekts Schulsanierung am Brunnenweg offiziell besiegelt. 16,2 Millionen Euro sind in die technische und energetische Sanierung, die ab 2011 in 13 Bauabschnitten erfolgte, geflossen, berichtete Bürgermeister Niels Thomsen. Als der Rat 2010 den Sanierungsbeschluss gefasst hatte, seien 14,7 Millionen Euro für die umfassende Sanierung bis 2018 veranschlagt worden. Zeitlich gelang die Punktlandung, und der finanzielle Mehrbedarf erklärt sich laut Architekt Thomas Bode aus Preissteigerungen bei den Baumaterialien und die in der Zwischenzeit verschärften Baunormen und energetischen Vorschriften.

Farbkonzept schafft warme Atmosphäre

Um den Unterricht auch während der Sanierung möglichst reibungslos fortführen zu können, sind 2010 vorab sechs Systembauten installiert worden. Diese Räume werden nach Verwaltungsangaben infolge gestiegener Schülerzahlen und Raumbedarfe auch weiterhin benutzt. Außerdem erfolgte die Aufstockung von Haus C, wo heute zentral die Biologie- und Chemieräume untergebracht sind.

Im Zuge der Sanierung sind unter anderem die Dächer erneuert, die gesamte Außenfassade neu verkleidet und sämtliche alten gegen neue, hochdämmende Fenster mit einem modernen Lüftungssystem ausgetauscht worden. Michael Triebs lobte zudem das Farbkonzept, das eine „warme Atmosphäre“ geschaffen habe, in der sich die Schüler wohlfühlen können. Die komplett neue Vernetzung schaffe neue technische Möglichkeiten.

„Fast eine neue Schule“

Mit der Sanierung verbunden war auch eine Neugliederung der Schule. So sind jetzt Fachräume und Sammlungen konzentriert angeordnet, die zuvor verstreut lagen. Architekt Jens Kruse sprach von einem „gestalterisch zusammenhängenden Schulcampus“ und meinte, dass die Schüler und Lehrer „fast eine neue Schule“ bekommen hätten.