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18-Jährige hilft Flüchtlingen Bufdi für die Integration in Stuhr

Von Kai Hasse | 09.10.2018, 10:39 Uhr

Mit und für Flüchtlinge gedacht ist der freiwillige Dienst, den die 18-Jährige Carina Laue derzeit im MGH Stuhr-Brinkum leistet. Vor allem geht es bei ihr um den Erwerb der deutschen Sprache.

„Ein echter Glücksgriff“ ist Carina Laue, meint Daniela Gräf, die Leiterin des Mehrgenerationenhauses in Stuhr-Brinkum. Laue, die 18-jährige Abiturientin aus Okel, ist seit einem Monat im Rahmen ihres sechsmonatigen Bundesfreiwilligendienstes in dem Haus. Bei ihrem speziellen Bundesfreiwilligendienst mit „Flüchtlingsbezug“ unterstützt oder leitet sie vor allem die Veranstaltungen, die mit oder für Geflüchtete gedacht sind.

Das MGH war der jungen Frau bis vor einem halben Jahr noch gar nicht bekannt: Im Internet hatte sich Laue über Einsatzstellen für „Bufdis“ informiert und stieß dabei auf das Konzept der Mehr-Generationen-Häuser. „Das hat mir sofort gefallen. Die Arbeit mit Menschen jeden Alters fand ich richtig spannend,“ erzählt sie.

Spaß im Kinderwagen

38 Stunden pro Woche arbeitet die junge Frau in dem Haus. Mittlerweile kenne sie sich glatt besser aus als die halbtags arbeitenden Mitarbeiter, scherzt Chefin Gräf. Der Fokus von Laues Arbeit liegt bei der Hilfe von Flüchtlingen. So hilft sie in den sogenannten „Sprechcafés“ Migranten beim Deutsch lernen. Ebenso unterstützt sie eine ehrenamtlich tätige Lehrerin, die Teilnehmer der anspruchsvollen B2-Sprachkurse auf die Prüfung vorbereitet. „Besonderen Spaß macht auch das Café Kinderwagen, ein Angebot für Eltern aus aller Welt und ihren Säuglingen“, erzählt Laue. Eine besondere Herausforderung ist der „Spieletreff“ für Kinder ab sechs Jahren. Bei dieser wöchentlichen Veranstaltung kommen Kinder aus verschiedenen Ländern bei Spaß und Bewegung zusammen und lernen nicht nur die Sprache voneinander. „Das letzte Mal haben wir UNO gespielt, die Male davor Bingo und Berufe-Raten.“

Aussicht auf Kanada

Über weitere ehrenamtliche Unterstützung für den Spielenachmittag würde sich die junge Frau freuen, dann könne man noch mehr anbieten.

Pläne für die Zeit nach dem MGH hat Carina Laue auch schon: „Zunächst werde ich wohl für zwei oder drei Monate nach Kanada gehen und dann möchte ich studieren, aber nicht im sozialen Bereich, sondern gerne mit einem naturwissenschaftlichen Schwerpunkt.“